Sudan Archive

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45 Gebirge aufsteigen, das eine 25 Kilometer nordwestlich von der Stadt und von nichtunterworfenen Stammen bewohnt, das andere łn der Nahe der Station Redjaf. Bei der Station Badein beginnt dann eine kleine Htigelkette, die bis Dufile lauft. Die Bevólkerung des jBezirkes Lado sind Bari oder Gilio; gleich den Bor beschaftigen sie sich viel mit Ackerbau und Viehzucht. Sie bauen roten Mais, Sesam, Bohnen, Erdniisse und eine Kiirbisart, die sie urdjur nennen. Ausserdem besitzen sie zahllose Heerden Hammel, Rinder und Ziegen. Die Bari haben beide Stromufer von Lado bis zur Station Chór Aju incl. inne, d. h. auf eine Lange von ungefahr 140 Kilometern. Die Hautfarbe des Barinegers ist weniger dunkel, ais die der Dinka. Sein Gesicht ist flacher, seine Nase mehr plattgedriickt und die Lippen viel wulstiger, ais die des Dinka, bei dem sie eher fein sind. Der Bari reisst sich die vier Schneidezahne aus, wie die Dinka, Makraka, Madi, Schuli, Magango und Lango. Ein junges Barimadchen ist ziemlich gut gebaut; sobald es sich aber verheiratet und Mutter geworden, werden ihre Briiste schlaff und herabhangend, alle Muskeln erschlaffen, die Haut zieht sich in Falten und wird runzlig; sie wird dann geradezu widerwartig. Die Hauptlinge, die die Mittel dazu haben, heiraten deshalb alle Jahre von neuem, um eine frische und hiibsche Frau zu haben, und schaffen sich so einen ganzen Harem an. Wenn der Hauptling eine Nacht in der Hiitte eines seiner Weiber zubringen will, so pflanzt er seinen Speer vor die Thiir; die Frau versteht es und bereitet sich vor, ihren Herrn und Meister zu empfangen. Der gewóhnliche Bari, der nur eine Frau besitzt, muss sich ihren Wiinschen fiigen, die sie auf die Weise kundgiebt, dass sie an dem betreffenden Tage sich den ganzen Kórper mit einer Schicht aus geriebenem Stein und rotem Ocker bedeckt. Der Bari verheiratet sich ohne Standesamt und Priester, wohl verstanden wie alle Schwarzen, mittels einer Morgengabe an Vieh, die je nach den Vermógensumstanden der beiden Familien mehr oder minder reich ausfallt. Die Morgengabe wird seitens des Mannes an den Vater der Frau

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