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K A P IT E L III.
Monopolisierung des Handels. Der Handel von Ladó. Die Straussenfedern. Die Regierung ais Handler. Modus der Auszahlung der Gehalter an die Beamten.
Bevor ich iiber die Ereignisse berichte, die auf diese Zeit der Ruhe fur die Aequatorialprovinz folgten, móchte ich mir erlauben, ein paar Worte iiber die Art und Weise zu sagen, wie die Beamten der Provinz bezahlt wurden, sowie iiber die diirftigen geschaftlichen Transactionen, die seit der Monopolisierung des Handels zu Gunsten der Regierung noch stattfanden. Diese Monopolisierung datierte aus den ersten Zeiten der Annexion der Aeąuatorialgebiete; sie wurde von Gordon Pascha angeordnet und seitdem fortgesetzt.
In Ladó, wie in den iibrigen Stationen des Aeąuator und des Bahr el ghasal von Faschoda an, gab es keinen eigentlichen Handel mehr, wie ich schon bemerkt habe. Ladó besass an Handlem drei: Ssabra, einen Aegypter aus dem Ssald, einen Kopten namens Raphael und einen Griechen Dimitri; letzterer befand sieli spater unter den zwólf Hellenen, die Gordon beauftragt hatte, den englischen Consul zu beschiitzen und bis Berber zu begleiten, und die alle unterwegs von den Derwischen niedergemetzelt wurden. Diese drei Kaufleute von Ladó besassen zusammen ein Kapitał von kaum 1500 Thalern1), das durch einige Stiicken Calicot und Damiir Baumwolle), einige Flaschen alkoholischer Getranke und wenige Lebensmitteln reprasentiert wurde.
Die einzig bedeutenden Exportartikel waren monopolisiert •und wurden nach Chartum geschickt; es waren Elfenbein, Straussen federn und Ochsenfelle. Der erste Artikel war durchaus Staats-<) Ein iigyptischer Thaler (talari) = 4,35 Fr. B. M.