Sudan Archive

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Munde und unter seinem Kinn erscheint eine Schwellung, die den Eindruck eines Kropfes bei ihm macht.

Ich verliess Emin Bey gegen 9 Uhr; dies ist die Stunde, wo er sich gewóhnlich zuriickzog, um sich nach Beendigung seiner taglichen meteorologischen Beobachtungen zu Bett zu legen.

Am folgenden Tage begab ich mich mit meinem Collegen Chalil Efendi in das Hospital, um die Kranken zu besuchen. Ich muss bemerken, dass in der Aequatorialprovinz der Apotheker ausser seinen eigenen Funktionen noch die eines Arztes zu er- fullen hatte; bei schwierigen Fallen und schweren Krankheiten wandte der Apotheker sich an die Kunst Emin Bey’s.

Emin Pascha ist jetzt ein beriihmter Name, der mit Recht der Geschichte angehórt.

Was ist seine Heimat? warum hat er sie verlassen? Ich weiss es nicht, denn er hat sich in meiner Gegenwart niemals dariiber geaussert und ich habe ihn nie danach gefragt. Der Mann, der mein Chef war und mich mit seiner Freundscliaft be- ehrt hatte, besass meine ganze Achtung, und ich hegte ftir ihn eine ausserordentliche Bewunderung. Diese Achtung und Be- wunderung werden durch die Kenntnis der Herkunft Emin Pascha’s wie der mehr oder minder auffallenden Handiungen, die er vor der Zeit meiner Bekanntschaft mit ihm begangen hat, weder zu- noch abnehmen. Hatte ich damals gewusst, dass meine Lebensschicksale es so fugen wiirden, einmal dariiber schreiben zu miissen, dann wiirde ich wahrend der Unterhaltungen an den łangen Abenden unter dem Aequator, wo ich Auge in Auge mit Emin Bey freundschaftlich da sass, versucht haben, ihm mehr zu entlocken, ais er selbst erzahlte, vor allem aber alles zu be- halten, was er mir sagte. Der Gedanke an dergleiche.n lag mir aber vollkommen fern und heute kann ich das Resume meiner Unter­ haltungen mit Emin Bey iiber sein friiheres Leben bis zur Ankunft im Ssudan nur au s dem G runde m eines G edachtnisses schópfen.

Ais Dr. Schnitzler aus Griinden, die ich fiir ehrenwerth halten zu diirfen glaube, seine Heimat verliess, begab er sich direkt

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