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an meiner Tafel fur Sie bereit sein; meine Stunden sind ein Uhr fur das Friihstiick und sieben fiir das Abendessen, und ich wiirde
glucklich sein, einen Europaer an meiner Tafel zu haben. Nach- dem ich ihm fiir seine Giite gedankt, begab ich mich nach dem Hause meines Collegen Chalil Efendi Wassim, an den ich gewiesen war. Wassim Efendi empfing mich hóflich und behielt mich zum Essen bei sich. Ais Wohnung bot er mir bis zu seiner Abreise eine Hiitte an, die an sein Haus anstiess; solange er in Ladó blieb, pflegte ich bei ihm zu friihstiicken, wahrend ich fiir Abends das Anerbieten Emin Bey’s benutzte und sein Tischgenosse war. Die Leutseligkeit, mit der Emin mich im Diwan und zu Hause empfangen hatte, machte mich ganz aufgeraumt und bei Tafel waren wir wie alte Freunde. In dem Benehmen Emins gegen mich gab es keine Zuriickhaltung oder Hochmut eines Chefs gegen seinen Untergebenen, was auch mir jeden Gedanken an eine iibermassige Zuriickhaltung benahm, die man sich bisweilen unter ahnlichen Umstanden auferlegen muss. Seit dem Abend meiner Ankunft hatte ich Musse, Emin Bey zu beobachten. Er war ein Mann von ungefahr einigen 40 Jahren, von mittlerem Wuchse und regelmassigen Ziigen mit einem schwarzen runden Bart. Seine kleinen grauen Augen waren stets hinter einer goldenen Brille versteckt. Wenn man mit ihm spricht, fiihlt man seine kleinen Augen scharf auf sich ruhen, wie um die feinsten Ausdriicke des Gesichtes seines Gegeniiber zu erforschen.
Im allgemeinen ist seine Miene ernst und kalt, was Reserve auferlegt und in Entfernung halt. Wenn er mit jemand familiar wird, was sehr selten geschieht, ist er von einer ausserordentlichen Leutseligkeit und Herablassung, ohne jedoch seiner Wiirde etwas zu vergeben, mit der er sich stets umgiebt. Er hórt alles mit grosser Kaltbliitigkeit an. Manchmal jedoch bleibt er nicht Herr iiber sich und seine bewegliche Physiognomie verrat dann seine innersten Empfindungen. Ich habe bei Emin Bey eine sehr merk- wiirdige Eigentiiinlichkeit beobachtet, die mich frappiert hat: Wenn er in grossen Zorn gerat, fliesst ihm der Speichel aus dem