Sudan Archive

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217 luste erheblich, doch zogen sich die Derwische auf Metamme zuriick.

Am 7. Rabi II. 1302 (24. Januar 1885) versammelte Mohammed Ahmed seine vornehmsten Emire und begab sich mit ihnen auf das óstliche Ufer, wo Walad el Negumi, Abu Karga und andere Emire die Belagerung leiteten. In visionarer Sprache hielt er ihnen eine lange Rede und erklarte ihnen, dass am folgenden Tage Chartum in seine Hande fallen wiirde. Er teilte die Belagerer in verschiedene Abteilungen und gab ihnen genaue Anweisungen fur den Gang der Unternehmung. Ais er nach Um Durman zuriickkehrte, liessen Walad el Negumi und Abu Karga alle Hiitten in der Umgegend von Chartum demolieren und mit dem so gewonnenen Materiał den Festungsgraben auslullen, eine Arbeit, die mit einer fabelhaften Geschwindigkeit und vollkommenem Stillschweigen ausgefiihrt wurde. Einerseits war es finstere Nacht, es war der 8. Rabi II. 1302 (25. Januar 1885), und der Mond, der im ersten Viertel stand, war schon untergegangen. Andererseits waren die Schildwachen auf den Wallen vor Hunger und Erschópfung eingeschlafen, wie man sagt, und hatten nichts bemerkt. Endlich, gegen Ende der Nacht, gelang es den Derwischen, in die Stadt einzudringen. Zwar wurden sie jetzt von den Soldaten bemerkt, aber es war schon zu spat. Bei dem unklaren Lichte der Morgendammerung entspann sich jetzt ein schreckliches Handgemenge, und die Bewohner Chartiims wurden durch die wilden Schreie der rasenden Horden, welche von allen Ecken in die Stadt strómten, und von dem Klirren ihrer Waffen aus dem Schlafe geweckt. Auf dem Wege der Mahdisten wurde alles zerstórt und verwiistet, die Hausthiiren erbrochen und die erschreckten Einwohner auf die grausamste Weise niedergemetzelt oder versttimmelt, bevor sie noch die Zeit hatten, zu erfahren, was geschehen war. Gordon Pascha, der von diesem ungewohnten Larm erwacht war, zeigt sich am Fenster, sieht die Unordnung und tritt zur Thiir, um zu erfahren, was geschehen sei, ais er von einigen zwanzig Lanzenstóssen zu gleicher Zeit durchbohrt

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