Sudan Archive

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2 IÓ auf grosse Schwierigkeiten stossen wiirde und schloss deshalb in einer Entfernung von 5 Kilometern den Platz dnrch einen wnunterbrochenen Zernierungsgiirtel ein. Anfang Januar 1885 war die Garnison auch wirklich ausgehungert und musste ohne Anssicht auf Rettung die Thore óffnen; die 400 Mann, welche die Besatzung gebildet hatten, kamen unter Zuriicklassung der Waffen heraus und wurden vor den Mahdi gefuhrt, der sie giitig aufnahm.

Ueberhaupt zeigte er sich seit dem ersten Tage seines Auftretens bis zu seinem Tode korrekt und menschlich. Gegen alle, Freunde wie Feinde, verfuhr er gerecht und giitig und wenn er einerseits gegen die Seinigen, welche ihn verrieten, unerbittlich streng vorging, so zeigte er sich auf der anderen Seite stets grossmtitig gegen seine Feinde, welche mit seiner Bekampfung nur ihre Pflicht gethan hatten. Es ist walir, dass die Mahdisten unsagliches Unheil angerichtet haben, dass ihr Pfad stets mit Schandthaten, Wildheit und Plunderung bezeichnet war, man wiirde aber Unrecht thun, dafiir den Mahdi verantwortlich zu machen. Jene Beduinenhorden, die nun mit einem Mai wie eine Legion Damone losgelassen worden waren, konnten nicht mehr geziigelt werden, und weder der Mahdi noch irgend eine menschliche Macht ware im Stande gewesen, sie in ihrer Raserei zuriickzuhalten.

Endlich hatte man sich in England entschlossen, Gordon zu Hiilfe zu kommen, und eine englische Heeres-Abteilung von 5000 Mann unter dem Befehl des General Wolseley riickte auf der Route Dongola-Berber vor. Trotz aller verzweifelten Hiilferufe Gordon’s marschierte das Entsatzheer aber mit einer bedauerlichen Langsamkeit. Mitte November hatte es Dongola verlassen und erst 30 Tage spater kam es in Korti an.

Wahrend der Schech Abu Róf zur Verstarkung der Truppen des Abd el Kader Abu Hassana nach Ssennar abging, wurde ein anderes Korps Derwische nach Metamme geschickt, um den Marsch der Englander aufzuhalten. In emiger Entternung von dem Ort kam es zum Kampfe; auf beiden Seiten waren die Ver-

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