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199 Krieges ohne Pardon, welcher alle Hindernisse vor sich nieder warf und sich seinen Weg durch Feuer und Blut bahnte.
Die beiden Heere lagerten einander gegeniiber. Das agyptische wurde durch seine Disziplin und das Mahdistische durch strenge Befehle vorlaufig vom Kampfe zuriickgehalten. Der Angriff der letzteren hatte noch nicht begonnen, ais Mohammed Ahmed, wie man erzahlt, seinen Gebetsteppich zwischen den beiden Heeren ausbreitete und darauf niederkniete, um das Gebet zu verrichten. In dem Heere Jussuf Pascha’s gab es einen beriihmten Schtitzen, namens Abdallah Wad Dafallah, welcher nun dreimal auf den Mahdi anlegte. Doch ging jedesmal die Kugel fehl, wahrscheinlich wegen der Aufregung des Schutzen, und dies hielten die Anhanger des Mahdi fur ein Wunder. Mohammed Ahmed hatte sich schnell erhoben; er zog sein Schwert und stiess den Schlachtruf aus: »Fi ssabll allah.« Dies war das Signal zum Angriff. Trotz der Starkę und der Ueberlegenheit ihrer Waffen wurde die Armee Jussuf Pascha’s fast vollstandig vernichtet, und er selbst fand, wie Raschid Bey, den Tod. Waffen und Munition der agyptischen Truppen fielen in die Hande der Mahdistenhorden, welche bis dahin in ihren Kampfen keine Schnellfeuerwaffen, sondern fast ausschliesslich Lanzen, Sabel und alte Perkussionsgewehre gefiihrt hatten.
Unter den Leuten des Mahdi befand sich der Schech Madibbu, der Hauptling des Stammes Reseikat, welcher, sobald er sich von dem Erfolg der Waffen des Mahdi uberzeugt hatte, zu seinem Stamme eilte und die Nachricht von dem Siege mit den nótigen Uebertreibungen verbreitete. Er erzahlte, was fur Wunder geschehen seien, und dass, wahrend die Schiisse der Soldaten nicht getroffen hatten, jeder von den Mahdisten getroffene Soldat sofort verkohlt sei. Nun erhoben sich die Reseikat und Maalije gegen die Garnison ihrer Provinz Schaka; die Soldaten zogen sich in ihre Verschanzungen zuriick, wo sie nun belagert wurden. Ais die Belagerung schon 14 Tage gedauert hatte, und die Lebensmittel anfingen, auf die Neige zu gehen, beschloss der Befehlshaber,