Sudan Archive

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200 Major Manssur Efendi, einen Ausfall zu machen, um den Platz bis zur Ankunft eines Entsatzes zu verproviantieren. Wirklich gelang es den Truppen auch, den Ring der Belagerer zu durchbrechen und ihnen schwere Verluste beizubringen, worauf sie nacli dem Dorfe el Alali vorriickten, um Getreide zu holen. Aber stets vom Feinde verfolgt, wurden sie schliesslich niedergemacht, und nur wenigen gelang es, sich bis zu dem Platze durchzuschlagen. Ein zweiter Ausfall um Mitternaclit verlief glucklicher, und die belagerte Garnison von el Schaka konnte sich bis zu einer Lokalitat, namens el Nemeir, durchschlagen, wo sie sich mit Slatin’s Kolonne vereinigte.

Wahrend nun bestandige Zusammenstosse und selbst gróssere Schlachten zwischen dem Heere Slatin Bey’s und den Rebellen erfolgten, unternahm Omar Walad el Mukaschif, der sich Vertreter des Mahdi nannte, mit einem grósseren Heere von Derwischen den Angriff auf die Provinz Ssennar.

Omar Walad el Mukaschif war ein Opfer der Willkur der Regierungsbeamten. Er gehórte dem Stamme Kawahla an und war ais Oberhaupt einer religiosen Sekte sehr geachtet. Er besass einen Bruder Ahmed Walad el Mukaschif, der dem Mahdi nach dem Berge Gadir gefolgt war. Ais der Untergouverneur von Ssennar erfuhr, dass Ahmed zum Mahdi iibergegangen war, liess er seinen Bruder Omar verhaften, der jedoch nach einigen Tagen durch Bestechung wieder frei kam. Bald darauf wurde er von M. Efendi S. wieder verhaftet und sah sich gezwungen, behufs seiner Befreiung dasselbe Argument wieder zu gebrauchen. Dieser Plackereien iiberdriissig, wollte er Ssennar verlassen und mit seiner Familie sich in Refaa im Gebiet des Stammes Abu Róf niederlassen. Kaum aber hatte M. Efendi S. erfahren, dass Omar ausgewandert war, ais er ihn von Soldaten verfolgen und unterwegs auspliindern liess. Jetzt ging nun auch Omar selbst zum Mahdismus iiber, und in dem Walde von el Hira, am Strome, verkiindete er den Eingeborenen, dass der Mahdi ihm im Traurne erschienen sei und ihm ais seinem Stellvertreter befohlen habe, die

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