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i88 einem offenen Bruch mit der Regierung zu bewegen; sie antworteten ihm stets: »Wenn deine Sendung sich bestatigen wird, werden wir dir folgen.« Wahrend dessen wollte es der Zufall, dass Mohammed Alimed in el Obeid Szenen von Ziigellosigkeit und Ruchlosigkeit a la Sodom und Gomorrha ansehen musste. Dies empórte ihn bis zum aussersten, und unverzuglich wollte er seine Besucher die Waffen ergreifen lassen, indem er ihnen zurief: »Schmach und Schande iiber die Welt! Wenn solche Szenen unter den Rechtglaubigen vorkommen kónnen, hat das Leben keinen Zweck mehr.« Die Familie Essuar el Sahab und seine Bekannten baten ihn, sich zu beruhigen und el Obeid zu verlassen, wo er durch seine Reden alle kompromittierte. »Wir sind schwach,« sagten sie, »und wenn die Regierung erfahrt, was bei uns geredet wird, zerstórt sie unsere Hauser und vernichtet uns.« Da verliess Mohammed Ahmed el Obeid und begab sich nach Bara, von wo er nach Aba zurtickkehrte.
In Kordofan wie in allen grossen Stadten des agyptischen Ssudan, nach denen der Ruf Mohammed Ahmed’s gedrungen war, lebte die Empórung schon in allen Geistern, nur wagte niemand zuerst die Maskę abzuwerfen. Die Umtriebe gingen ihren Gang weiter, freilich noch im Stillen, und die Empórung war noch nicht bis zum Ausbruch reif.
Man erzahlte sich, dass man auf den Blattern der Baume folgende Worte geschrieben fand: »La ilah illa allah we mohammed ahmed mahdi min allah,« d. h. es giebt keinen Gott ausser Gott und Mohammed Ahmed ist sein Prophet. Diese Redensart fand sich auch, wie man sagte, auf Eierschalen u. s. w. Solche Geriichte, die von den Beteiligten in Umlauf gesetzt wurden, fanden bei der unwissenden und fanatischen Bevólkerung Glauben. Es waren Wunder, und ein Zweifel an der Wahrheit der Sendung Mohammed Ahmed’s existierte nicht mehr.
Diese Art der Propaganda geniigte jedoch den Anhangern des Mannes von Aba nicht mehr, und im Jahre 1880 wurden