Sudan Archive

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K A P IT E L X V I.

Mohammed Ahmed. Seine Familie. Seine Kindheit und Studien. Mohammed Ahmed in Chartum. Sein Bruder Mahmud Wad Abdullah. Sein aszetisches Leben. Mohammed Ahmed ais Erleuchteter und Sozialist. Ein Refugium peccatorum. Unkluger Respekt der Unterbeamten. Die Mutassahabin. Soziale Theorien Mohammed Ahmed’s. Sein Aufenthalt in el Obeid. Ankiindigung seiner angeblich góttlichen Sendung. Er will schon zu den Waffen greifen. Seine Angehórigen bewegen ihn, el Obeid zu verlassen. Der Aufstand im latenten Zustande. Wunderthaten. Propaganda. Mahdistische Manifeste. Warnung des Mohammed Abdullah. Abu el Sseud geht nach Aba. Antwort des Mahdi. Expedition des Abu el Sseud gegen den Mahdi. Verhandlungen. Erster Kampf. Panik in Chartum. Der Bruder des Mahdi wirft ihm sein Benehmen vor. Der Mahdi verlasst Aba und geht nach dem Berge Gadir. Benachrichtigung Emin Bey’s.

Mohammed Ahmed, der Mahdi (Prophet oder Erloser) fur den Ssudan, der Mutamahdi (falsche Prophet) fur die Anderen, der sich ein so trauriges Ruhmesblatt in der Geschichte geschaffen hat, wurde in Dongola um das Jahr 1256 der Hedjra (1839) geboren. Er gehórte der I7amilie Essuar el Sahab (»mit dem goldenen Armband«) an, dereń Ursprung sich durch zwei Jahrhunderte hindurch zuriickverfolgen lasst. Die heutzutage sehr grosse Familie der Essuar el Sahab gehórt zu dem Stamme Hanak in der Provinz Dongola. Iliren sonderbaren Namen verdankt sie einer Legende, nach welcher das Haupt der Familie mit einem goldenen Armband geboren worden sei. Mohammed Ahmed widmete sich seit seiner Kindheit religiósen Studien. Nachdem er mit seinem Vater nach Karrari bei Chartum gekommen war, setzte er hier langer ais 4 Jahre hindurch seine Lieblingsstudien unter dem Schech Nur el Daim, Sohn des beriihmten Schech el Taijib, fort und trat in die Sekte der

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