Sudan Archive

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i§3 Ssammanije ein. Da aber ihre rein dogmatischen Theorien seinen Erwartungen nicht entsprachen, verliess er sie, um in eine andere, die der Kadirije, einzutreten, von der er mehr erwartete. Um diese Zeit trat er eine Pilgerreise an, besuchte alle Moscheen und blieb einige Zeit in dem Dorfe el Gabsch, um unter dem Schech Mohammed el Cheir zu studieren. Ais er wieder zu seiner Familie nach Karrari zuruckkehrte, starb sein Vater Abdullah Bakri. Nun zog Mohammed Ahmed mit seiner Familie nach Chartum.

Das sittenlose Leben der Hauptstadt, die Ungerechtigkeiten und Tyranneien der Regierungsbeamten, die Ausbeutung der einen durch die anderen und die Missbrauche aller Art, die von dem voreingenommenen und iiberspannten Geist des jungen Mannes noch vergróssert wurden, emporten das Herz Mohammed Ahmed’s, welcher seiner Umgebung und seinen Bekannten die Riickkehr zu einem bessern Weg und die Empórung gegen die Regierung zu predigen begann. Diejenigen seiner Freunde oder Bekannten, welche kaltes Blut besassen und seine Ideen nicht mit dem gleichen Enthusiasmus teilten, begriffen, wie kompromittierend diese Predigten ftir sie selbst im Herzen von Chartum waren, verliessen Mohammed Ahmed und rieten ihm, die Stadt zu meiden. Da nahm er seine Mutter, Briider und Schiller und liess sich mit einem Teil der Seinigen auf der Insel Aba nieder, wahrend die anderen auf dem rechten Ufer des Stromes, in der Entfernung von einigen Hundert Metern, eine Gruppe verlassener Hiitten, namens Marabbi’, in Besitz nahmen. Dies geschah im Jahre 1872, also 9 Jahre bevor er sich fur den erwarteten Propheten erklarte.

Wahrend sein Bruder Mohammed Wad Abdullah, von praktischerem Geiste, in Aba sich auf den Bau von Zumbata (Barken) legte, wodurch er immer mehr in die Hóhe kam, liess Mohammed Ahmed eine Masgid (Moschee) errichten, in welcher er eine Hbhle (Ghar) anbrachte. In dieser Hóhle blieb er monatejang ausschliesslich mitGebeten und frommen Betrachtungen

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