Sudan Archive

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176 Schon zu Gordon’s Zeit war die Eintreibung der Steuern schwierig geworden. Jetzt wurde sie es noch mehr, und die Bastonade und andere gefahrliche Mittel kamen gegen die Widerspenstigen haufig genug zur Anwendung, was natiirlich kein Balsam auf die fressende Wunde des Ssudan war.

Was waren nun die Ursachen dieser Unzufriedenheit? Sie sind zahlreich. Das Verbot des Sklavenhandels und die Monopolisierung des Handels zu Gunsten der Regierung und die Unzutraglichkeit dieser Massregeln, nach unserer Ansicht, haben wir schon ausfuhrlich behandelt. Wir wollen jetzt von den Missbrauchen der Behbrden sprechen, welche die Verzweiflung der Bevólkerung im Ssudan auf den Gipfel getrieben haben.

Seit der Eroberung durch die Aegypter, und seitdem das arabische Element die Herrschaft in seine Gewalt bekommen hatte, wueden auch agyptische Gepflogenheiten im Ssudan ausgeiibt, und dadurch die Lagę des Landes kompromittiert. Erpressungen, Pflichtvergessenheit und Missbrauch der Amtsgewalt haben der Bevólkerung des Ssudan die agyptische Herrschaft verleidet, welche nach den erleuchteten Absichten Mohammed Pascha’s dem Lande Gliick und Wohlstand bringen sollte. Die Edikte des grossen Herrschers, die wir oben mitgeteilt haben, wurden von den Beamten und Funktionaren direkt in das Gegenteil verkehrt. Vom ersten bis zum letzten Beamten kann man kaum einen finden, dessen Betragen tadellos ware, denn jeder, von dem einfachen Baschibosuk bis hinauf zu dem Oberhaupt, beraubte das arme Volk ohne Gnade und Barmherzigkeit. Wenn ein solcher Beamter von Aegypten abreiste, um eine Stellung im Ssudan anzunehmen, so machte er sich mit dem festen Piane auf den Weg, in dem neueń Kalifornien mit vollen Handen zu schópfen; einige hier und da aufgegriffene Thatsachen geniigen, die unerhórteft Missbrauche, welche zum Schaden der Eingeborenen begangen wurden, zu beweisen.

Die Ssandjaks (Offiziere der Baschibosuks) waren mit der Eintreibung der Steuęrn beauftragt. Wenn der Ssandjak die

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