Sudan Archive

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K A P IT E L X V .

Gordon’s Nachfolger Reuf Pascha. Neue Veranderungen in der Yerwaltung. Missgriffe Reufs. Die Unzufriedenheit nimmt zu. Ihre Ursachen. Abschaffung des Sklavenhandels. Die Erpressungen und Missbrauche. Die Beamten des Ssudan. Die Ssandjaks. Der Modus der Steuerund Tribut-Erhebung. Kauflichkeit der Aerater der Steuererheber. Requisitionen und Frohnden. Loskauf von den Frohnden. Loskauf von der Konskription. Die Edikte gegen den Sklavenhandel bringen nur dem Beamten Nutzen. Die Justiz. Gelegenheit macht Diebe. Beispiele dafiir. Wie man eine Untersuchung macht.

Der Sturm bricht los. 1879 wurde Reuf Pascha nacli Chartum geschickt, um die traurige Erbschaft Gordon’s anzutreten. Alle Einrichtungen desselben sttirzte er von Grund um. Er bandigte alle eingeborenen Beamten, welche nun die Zahl der Unzufriedenen vermehrten und ersetzte sie durch die alten agyptischen Beamten. Er beseitigte die Finanz-Verwaltung und verteilte wie fruher die Steuererhebung und das Rechnungswesen auf die verschiedenen Provinzen des Ssudan.

Z11 diesem Zweck machte er an den Besoldungen des Personals erhebliche Ersparnisse und verfuhr bei der Beitreibung der Kontribution mit zu grosser Strenge. Die Regierungskasse gewann allerdings dadurch in kurzer Zeit eine Summę von 250000 agyptischen Pfund, aber die Unzufriedenheit nahm zu, und die Lósung wurde dergestalt iiberstiirzt. Der schlecht bezahlte Beamte beging nocli mehr Erpressungen, und der Eingeborene, welcher sich durch die Beseitigung der Finanz-Verwaltung in jeder Weise iiberburdet glaubte, wurde naturgemass unzufrieden, da er sowohl die laufende Steuer wie die Ruckstande bezahlen musste.

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