Sudan Archive

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142 man mit einem Schlage ohne Vorbereitung und ohne Uebergangsstadien sie ihm entreissen, d. h. ihm die Hande nehmen, die ihn ernahren.

Wir haben gesagt, dass diese Massregel unpolitisch war. Denn thatsachlich bildeten diejenigen, welche von der Arbeit der Sklaven und von dem Handel mit Sklaven lebten, die iiberwiegende Mehrheit der Bevólkerung von Nubien, Kordofan und Darfur, und jenes ungliickliche Verbot machte aus diesen Arabem ebenso viele Unzufriedene. Sie konnten sich zwar noch dem Handel widmen, aber dieser wurde durch die von Mohammed Ali angeordnete, von Abbas aufgegebene und von Gordon wieder eingeftihrte Monopolisierung auf ein Minimum beschrankt, welche wir ais den zweiten der beiden Missgriffe bezeichnet haben. Allerdings waren es Missgriffe, welche Mohammed Ali Pascha und Gordon Pascha nur vom politischen Gesichtspunkte zur Last fallen; vom menschlichen Gesichtspunkte aber machen sie ihnen Ehre und zeugen fiir die Humanitats-Ideen, von welchen beide Manner erfiillt waren.

Mohammed Ali setzte der Verwaltung des Ssudan Offiziere an die Spitze, die er aus seinem Heere mit besonderer Sorgfalt auswahlte. Er ernannte Steuererheber und Befehlshaber, welche tiber die óffentliche Ruhe und Sicherheit zu wachen hatten, zu welchem Zweck er auch eine geniigende Militarmacht im Ssudan zuriickliess.

In dem Werke des Dr. Abbate Pascha, Vorsitzenden der vizekóniglichen geographischen Gesellschaft in Kairo, vom Jahre 1858, finden wir drei Edikte Mohammed Ali Pascha,1) die er wahrend seines Aufenthalts' in Chartum erlassen hatte und die wir hier deshalb wiedergeben móchten, weil sie einen Begriff von seiner tiefen Weisheit und bewundernswerten Fiirsorge fiir das Wohlergehen des Landes und seiner Bewohner bieten.

Natiirlich Irrtum. Mohammed Ali war schon 1849 gestorben, die betreffenden Edikte riihren von Ssald Pascha her; vergl. auch Merruau, L’Egypte Contemporaine, Paris 1858, §. 318 ff. B. M.

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