Sudan Archive

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— I 4 I — stand, den Befehl, nach Schendi aufzubrechen und den Tod des Prinzen zu rachen. Defterdar war von Charakter grausam und seine Rache deshalb furchterlich; er durchzog das Land mit Feuer und Schwert und schonte weder Weiber, noch Kinder, noch Greise. Von Defterdar wurde der Ssudan von der agyptischen Grenze bis Kordofan inclusive, d. h. das ganze Stromgebiet des weissen Nil und die Bajuda-Wiiste, definitiv fiir Aegypten erobert.

1840 reiste Mohammed Ali Pascha selbst nach dem Ssudan. In Chartum proklamierte er die Abschaffung des Sklavenhandels, richtete eine regelrechte Verwaltung mit Chartum ais Mittelpunkt ein und monopolisierte zu Gunsten der Regierung den Handel mit den wichtigsten Landeserzeugnissen, Elfenbein und Straussenfedern. Aber die Abschaffung der Sklaverei und die Monopolisierung des Sklavenhandels, zwei Massregeln, von denen die erste verfriiht und die andere unpolitisch war, saeten den Keim der Unzufriedenheit. Die beiden Missgriffe, die spater unter der Verwaltung Gordon Pascha’s wiederholt wurden, waren die inneren Griinde fiir den Ausbruch des Mahdisten-Aufstandes. Wenn wir diese Worte aussprechen, hóren wir die Vorwiirfe des Lesers, dass wir uns zu Verteidigern der Sklaverei aufwerfen. Aber im Gegenteil sind wir die ersten, welche diese verwerfliche Institution und diese starkste Verletzung der Menschenrechte verdammen; jedoch von hier ist es noch ein weiter Schritt den Erlass einer so tief einschneidenden Verordnung vom politischen Standpunkt zu billigen.

Es kann kein Zweifel dariiber bestehen, dass die Sklaverei abgeschafft werden muss und dass sie abgeschafft werden wird, aber geschehen kann dies nur durch die Arbeit von Jahrhunderten. Der fortschrittliche Umschwung in der menschlichen Gesellschaft muss sich langsam vollziehen, wenn anders man ihn nicht erschweren oder gefahrlich machen will. .

Ais Eigenttimer von Heerden wie ais Ackerbauer oder Handler kann der Araber ohne die Sklaven nicht existieren und nun will

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