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— 140 — und die Industrie Aegyptens dadurch nehmen mussten, waren fiir diesen Entschluss ebenso massgebend, wie die Begierde nach Ruhm, sich Lander zu erófłhen, dereń Namen noch ein Ratsel waren, und die Hoffnung, die Macht Aegyptens durch Eroberung und Ausbeutung dieser ungeheuren Lander viełleicht zu verzehnfachen.
Im Juli 1820 brach unter dem Kommando des Prinzen Ismail Pascha, Sohnes von Mohammed Ali Pascha, eine 6000 Mann starkę Expedition, die zum gróssten Teile aus Tscherkessen bestand, nach dem Ssudan auf. Ohne Unfall zog sie von Assuan an dem Strome entlang nach Dongola; erst an den Grenzen des Gebietes von Berber begegnete sie dem ersten Widerstande seitens der Eingeborenen von dem Stamme der Schaiklje. Die Angreifer machten mit den agyptischen Waffen eine ungliickliche Erfahrung und mussten sich unter starken Verlusten zuriickziehen. Das Expeditionskorps rekognoszierte sodann das ganze Land zwischen dem weissen und blauen Nil bis nach Ssennar und Fasoglu und machte auf dem Riickmarsch in Schendi Halt. Hier wurde ein Lager aufgeschlagen und Lieferungen von den Eingeborenen eingetrieben. Der Kónig Nemr (»Tiger«) beeilte sich, Holz und Stroh herbeizuschaffen, das vor allem verlangt wurde, und haufte es mit Absicht um die grosse Hiitte des Prinzen auf. Seine Leute mussten sich bis zum Einbruch der Nacht in der Umgebung verstecken. Im Schutze der Dunkelheit liess er an dieses Brennmaterial gleichzeitig an mehreren Punkten Feuer legen. In einem Augenblick war die Wohnung Ismail Pascha’s von einem Feuerkreis umgeben und trotz aller Anstrengungen zu seiner Rettung kam er in den Flammen um. Nach dieser Schandthat entfloh Kónig Nemr aus Furcht vor der zu erwartenden Rache und liess sich an der Grenze von Abessinien in einer Landschaft namens El Hemran nieder.
Ais die Nachricht vom Tode Ismail Pascha’s nach Kairo kam, gab der Vizekónig dem Mohammed Bey el Defterdar, der damals mit einem Korps von 5000 Mann Baschibosuk in Kordofan