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K A P IT E L XIII.
Eroberung des Ssudan durch Mohammed Ali Pascha. Die Tscherkessen des Prinzen Ismail. Marsch der Armee. In Schendi. Der Ssultan Nemr. Attentat gegen den Prinzen. Rache des Mohammed el Defterdar. Monopolisierung des Handels. Verbot des Sklavenhandels. Verfr.uhte Massregel. Die Sklaverei kann nur durch jahrhundertelange Arbeit abgeschafft werden. Organisierung der Verwaltung des Ssudan. Die Erlasse des Mohammed Ali. Ahmed Pascha, Gouverneur des Ssudan. Abd el Latif Pascha. Ali Pascha Kako. Aufhebung des Handelsmonopols unter dem Chedive Abbas.
Wie ich im Vorhergehenden eine kurze Darstellung der Herkunft und der Sitten der herrschenden Rasse im agyptischen Ssudan gegeben habe, so will ich im Folgenden die politische Geschichte derselben seit der Zeit der agyptischen Eroberung bis zur Entstehung der unseligen, aber vorauszusehenden allgemeinen Empórung skizzieren, welche Aegypten in wenigen Monaten die Frucht einer Kulturarbeit von mehr ais einem halben Jahrhundert entriss, um dann iiber die Ereignisse in der Aequatorialprovinz zu berichten, welche die óffentliche Aufmerksamkeit auf sich gelenkt haben und bisher sehr verschieden dargestellt worden sind. Die Beziehungen zwischen der Geschichte des Ssudan und dem Ursprung des Mahdismus sind thatsachlich unmittelbare, weshalb ein Abriss dieser Geschichte unentbehrlich ist.
Es war im Jahre 1235 der Hedjra (1820), ais Mohammed Ali Pascha, der erste Vizekónig von Aegypten und Grunder der gegenwartigen Dynastie, nach Herstellung der Ordnung in seinem Lande den Entschluss fasste, seine Herrschaft weiter nach Siiden auszudehnen. Die Eroberung eines ungeheuren Landes, die Hiilfs-ąuellen, welche es spater gewahren konnte, die Hoffnung, dort Mineralien zu finden, der sichere Aufschwung, welchen der Handel