Sudan Archive

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133 Stammen eine geradezu schreckliche Verstummelung der Frau ausgeiibt. Diese barbarische Operation findet, wenn das Madchen ein Alter von 6 Jahren erreicht hat, mit denselben Festlichkeiten wie bei der Hochzeit statt. — On coupe avec le rasoir clitoris, les gran des levres et une partie la plus proeminente des petites levres en laissant la place unie et sans un relief. On reunit ensuite les deux bords par des sutures en ayant soin de mettre un petit tubę en roseau tres mince, pour maintenir une petite ouverture pour l’ecoulement de 1’urin. Au bout de quelques jours les bords se soudent, la plaie se ferme, et on peut alors detacher les fils de la suture ainsi que le canule de roseau. — La femme est devenue un monstre, et 1’operation sacree, ou la sacree operation est achevee.

Andere Qualen erwarten die Ungliickliche spater bei der Hochzeit. Diese Prozedur wird bei allen Muhammedanern des Ssudan von Berber bis Ssennar ausgeiibt, einbegriffen Chartum, Metamme, Schendi, Mussallamije, Walad Madani, Refaa, Haras, Ssennar samt ihren Dependenzen. Man sagt, dass diese Operation nicht bios durch den religiósen Ritus erfordert werde, sondern noch den Zweck habe, eine gewisse Krankheit zu verhindern, welche, wie man behauptet, diejenigen Frauenzimmer befallt, welche diese Versttimmelung nicht durchgemacht haben.

Beerdigting.

Die Totenzeremonie ist bei den Bewohnern des Ssudan sehr einfach und gleicht den Gebrauchen der iibrigen Muhammedaner. Angehórige und Freunde versammeln sieli um den Todten und tanzen beim Schall der Dalluka, wobei sie weinen und Schreie ausstossen. Der Tote wird gewaschen und statt eines Leichentuches in einige Meter gewóhnlichen Baumwollenstoffes eingehiillt, worauf er von seinen Freunden und Bekannten nach dem Kirchhof getragen wird.

Jeder der Angehórigen tragt auf dem Gange einen Gegenstand oder eine Waffe, die des Toten Eigentum war. Nach dem

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