Sudan Archive

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— I3i — hat jedoch gut warten, dass man ihm die Ausiibung seines Rechtes erlaube; er muss den Eltern vorerst noch eine zweite Mitgift zahlen, sie bitten, und irgend eine alte Frau intervenieren lassen, damit die Eltern endlich vermittelst eines Messerschnittes durch die vernahte Partie ihm die Geltendmachung seines Rechtes ermóglichen; nun muss er noch warten, bis die Wunde geheilt ist.

Diese Operation heisst Ssehama.

Die neu Verheiratete darf ohne Verletzung der Sitte zu ihrem Mannę nicht sprechen, und er muss geheim halten, wenn sie zu ihm gesprochen hat, um sie nicht zum Gegenstande des Hohnes und bitteren Tadels werden zu lassen. Er muss die Eltern bitten, und namentlich diesen wieder etwas zahlen, damit sie der Tochter erlauben, mit ihrem Mannę sprechen zu diirfen.

Wenn die Frau ihrer Niederkunft entgegensieht, wartet ihrer noch eine furchtbare Verstiimmelung, Le nouveau ne ne doit pas passer par la route frayee et connue, on coupe les muscles de la femme au pli de sa jambe depuis la jointure jusqu’aux reins d’un seul cote pour sortir 1’enfant. Nach der Geburt naht man diese Oeffnung in gleicher Weise wie die oben bei der Hochzeit erwahnte wieder zu und damit ist die Frau in den gleichen Zustand wie vor der Hochzeit versetzt. Erst lange Zeit nach ihrer Niederkunft macht eine neue Ssehama die Frau fiir ihre ehelichen Pflichten wieder fahig.

Niemals spricht die Schwiegermutter mit ihrem Schwiegersohn, es ware ein Schimpf und Schande, nicht allein mit ihm zu sprechen, sondern selbst sich vor ihm zu zeigen. Wenn sie ihn an irgend einem Platze weiss, wartet sie bis er fortgeht oder macht einen Umweg, um ihm nicht zu begegnen. Der Grund fiir diese Sitte ist nicht Verachtung der Schwiegermutter, ganz im Gegentheil ist im Ssudan die Schwiegermutter der Gegenstand einer besonderen Verehrung, und der heiligste Eid, den jemand leisten kann, ist der beim Namen seiner Schwieger­ mutter.

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