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— i ię — anderem in seinem ganzen Reiche eine Art menschlicher Telegraphie eingerichtet, die nach der Tradition vollkommen regelmassig arbeitete: Menschen, die in der Entfernung von mehreren hundert Metern von einander aufgestellt waren, ubermittelten durch gegenseitigen Zuruf die Nachrichten oder Befehle von der Hauptstadt bis an die fernsten Grenzen. Diese Postenlinien waren sehr zahlreich und iiberzogen das ganze Land wie ein Netz. Jedes Ereignis, das an der Landesgrenze geschah, konnte auf diese Weise dem Kónig bekannt werden, und ebenso schnell konnte jeder Befehl von ihm an seine entferntesten Unterthanen gelangen.
Heutzutage existiert keine Spur mehr von diesen alten Bewohnern von Berber, die entweder untergegangen oder im Ssudan zerstreut sind.
Wie die Provinz Berber ist auch el Taka (Hauptort Kassala) von verschiedenen Stammen bewohnt: Hadendoa, Beni Amr, Mannat, el Haikuta, el Hemran, el Schebudenab, Gasraja u. s. w.
Die Stadt Chartum, die friiher die Hauptstadt des ganzen Ssudan und Hauptort der Provinzen Chartum, Ssennar und Fasoglu war, ist von den Aufstandischen vollstandig zerstórt, die ihr Lager gegeniiber von Chartum auf dem westlichen Ufer des Stromes in Lm Durman errichtet haben. Chartum war eine ziemlich volkreiche und verhaltnismassig civilisierte Stadt mit lebhaftem und bedeutendem Handel. Ais politischer und administrativer Mittelpunkt des Ssudan war es auch das kommerzielle Centrum, wo der Umtausch der Produkte Europa’s mit denen des Ssudan sich vollzog. Hier in der Mitte dieses wilden Landes konnte der europaische Reisende zu seinem Erstaunen saubere breite Strassen, die auf beiden Seiten von Hausern in europaischem Stil mit zwei oder drei Stockwerken eingefasst waren, finden, ferner geraumige und schóne Magazine, die neben den wichtigsten Bediirfnisartikeln auch Luxusgegenstande enthielten. Von dieser Stadt existieren heutzutage keine Spuren mehr, ausser den wertlosen Triimmerhaufen, welche die Horden des Mahdi dort iibrig gelassen haben. Chartum war vor etwa 80 Jahren, d. h. zur Zeit