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115 angewiesen sein wiirde, organisierte er demnach die Verteidigung und suchte die Zuneigung der Soldaten dadurch zu gewinnen, dass er in der Strenge der Disziplin etwas nachliess, sobald nicht etwa Lebensinteressen der Armee dabei in’s Spiel kamen. Und wenn er die eingeborenen Hauptlinge hatte streng bestrafen miissen, so paktierte er darauf mit ihnen; hatte er sieli furchtbar zeigen miissen, um sie zu erschrecken, so behandelte er sie giitig und wohlwollend, um sich ihrer Zuneigung zu versichern. In derselben Voraussicht ordnete er den Anbau der Baumwolle an, um Gewebstoffe zu erhalten. Schon fiinf oder sechs Mai friiher hatte er die gleiche Verordnung erlassen, doch hatten sich die Befehlshaber der Stationen nicht darum bekiimmert. Diesesmal bestand er mit besonderem Nachdruck darauf, zumal, da er diesen Befehl mit der Abbrechung der Verbindungen mit Chartum und der baldigen Notwendigkeit, den Soldaten Kleidung zu verschaffen, begriinden konnte.
Am 15. Mai vermehrte eine Feuersbrunst die allgemeine Panik. Sie war bei einem Soldaten ausgebrochen und hatte mehr ais 200 Hiitten zerstórt, bevor man ihrer Herr werden konnte. Am 27. desselben Monats brachte ein Chutari von Ról die Schreckenspost mit den drei Briefen des Emir Karam Allah, des Feldherrn des Mahdi, von denen der eine an den Mudir, der zweite an den Untergouverneur und der dritte an Dr. Junker adressiert war.
Man móge uns gestatten, hier vorlaufig inne zu halten, um die Geschichte des Aufstandes des Ssudan in seiner Entstehung und seinem Verlauf zu erzahlen. Von den Einzelheiten, die wir hieriiber aus den sichersten Quellen mitteilen werden, glauben wir, ist bisher noch nichts veróffentlicht, weshalb sie fiir den Leser von besonderem Interesse sein diirften.
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