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K A P IT E L XI.
Nubien. Arabische Stamme des Ssudan. Ursprung der Araber des Ssudan. Die Aboriginer. Die Proyinz Dongola. Das alte Kónigreich el Fung. Die Provinz Taka. Chartum. Sobą und Hellet el Begeir. Das schwarze Theben. Antike Ruinen. Die Provinz Kordofan. Legende iiber die Stadt el Obeid. Gebel Marra. Die Provinz Ssennar. Die Provinzen Fasoglu, Faschoda, Bahr el ghasal und Aequatoria.
Bevor wir auf die Ereignisse eingehen, die wahrend der letzten io Jahre den Ssudan mit Blut iiberschwemmt haben, wollen wir die Geschichte des Landes seit der agyptischen Eroberung samt den Ursachen und der Entstehung des Aufstandes kurz erzahlen.
Die Einwanderung des arabischen Elements geht nach der Ueberlieferung in die Zeit des Chalifen Muawija, d. h. gegen die Mitte des siebenten Jahrhunderts unserer Zeitrechnung zuriick. Diese asiatischen Stamme kamen zum Teil in anscheinend friedlicher Absicht, um Weideplatze fur ihre Heerden zu suchen, und sammelten sich in dem Lande, bis sie sich zuletzt ais Herren festsetzen konnten; zum andereń Teil mit der offen ausgesprochenen Absicht, Eroberungen zu machen. Allmahlich iiberschwemmten sie das ganze Land, dem sie das Gesetz des Eroberers auferlegten und die Eingeborenen ais Sklaven ansahen, mit denen sie einen regelrechten Handel treiben konnten. Man behauptet im Ssudan, dass der Stamm der Beni Abbas zuerst im Lande angekommen sei, ihre Nachkommen sollen die heutigen Schaikije sein. Spater wanderten noch andere Stamme, teils direkt von Asien, teils von Oberagypten in den Ssudan ein. Von den aus dem Hidjas gekommenen sind die vorziiglichsten: Schaikije, Bescharije, Haden-