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88 benachrichtigt worden, dass die Danakla der Station, um ihre Landsleute von Seribet Cango zu rachen und sich selbst nicht ahnlichen Massregeln auszusetzen, beschlossen hatten, ihn bei der Paradę zu erschiessen. Diese Nachricht schuchterte Emin keineswegs ein, der in Ajak mit der vollkommensten Ruhe und ohne die geringsten Vorsichtsmassregeln zu ergreifen auftrat. Ajak ist eine der wichtigsten Stationen von Ról; sie stand damals unter dem Befehl eines Gaali, namens Defallali Abu Regaja. Wir fanden in dem Orte ein sauberes Haus fur uns vorbereitet und wurden mit Enthusiasmus empfangen. Am folgenden Tage beschaftigte sieli der Mudir mit derselben eingehenden Inspizierung wie auf den anderen Stationen, wahrend dessen ich die Soldaten und die Kranken besuchte. Oline sich durch jene Nachricht von einer Verschwórung beunruhigen zu lassen, hielt Emin die Paradę iiber die Truppen ab, dereń achtungsvolle Haltung jene alarmierende Nachricht widerlegte. Wir blieben in Ajak fast zwei Wochen.

Die Bemtihungen des Herrn Marco Gaspari um Hebung des Ackerbaues am Orte verdienen eine besondere Erwahnung. Ein Terrain von ungefahr 20 Feddan = ca. 8 ha, von einer dichten und undurchdringlichen Hecke indischer Feigen umschlossen, war zum Teil mit Fruchtbaumen verschiedener Art, zum Teil mit Gemiisen bepflanzt, wahrend den Rest Felder mit Mais, Duchn oder Millet, Bataten, Bohnen, Sesam und Erdnussen bildeten. In dem Baumgarten fanden sich ausser zahllosen indischen Feigenbaumen, die den Besitz umgaben, Bananen verschiedener Sorten, Feigenbaume, Dattelpalmen, Pfirsichbaume, Orangen und Citronen. Dies beweist, wie wir schon gesagt haben, dass der Boden des Landes sich fur alle Kulturen eignet, und dass eine grosse Zahl europaischer Gewachse sich leicht acclimatisieren kann. In Ajak ist, wie iiberall bei den Dinka im Bezirk von Ról, der Anbau der Erdniisse uberaus ergiebig. Manche Felder mit Erdnussen sind stundenlang und reichen von einem Dorf zum anderen. Ais Emin durch diese Felder kam,

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