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83 sagen will, dass die Razzias im Aeąuatorialgebiet bis zum letzten Augenblick sehr beliebt waren.
Die Zahlen, welche wir weiter oben gegeben, beweisen den aufbliihenden Zustand der Aequatorialprovinz im allgemeinen zur Evidenz. Wir kónnen hinzufugen, dass wenn die Regierung Emin Paschas die Zeit gehabt hatte, ihre Reform- und Verbesserungsplane durch die Entwicklung des Ackerbaues und der Industrie in der Provinz in Ausfiihrung zu bringen, diese sicherlich, wenn nicht andere Markte versorgen, so doch wenigstens eine 2, 3, selbst 4 mai zahlreichere Bevólkerung hatte befriedigen kónnen. Die Halfte des ungeheuren Gebiets der Provinz, d. h. alles Land zwischen dem zweiten und siebenten Breitengrad in seiner gróssten Lange, und zwischen dem 27. und 33. Grad ó. L. (Greenwich) in seiner gróssten Breite, ungefahr 360000 Quadratkilometer, also fast ebenso viel wie die ganze Bodenflache von Aegypten, besteht aus anbaufahigem Boden. Selbst in den Bergen von Latuka und Kiri, wo der Boden sehr felsig ist, baut man zwischen den Felsen Mais, Duchn oder Millet von bester Qualitat. Wasser fehlt nirgends und ausser den zahlreichen Nebenfliissen des weissen Nil braucht man nur an jedem beliebigen Punkte 2 oder 3 m tief in die Erde zu graben, um susses, klares und reichliches Wasser zu finden. Man braucht deshalb nur Arme und eine verstandige Leitung, um alle diese Gegenden urbar zu machen und das Aeąuatorialgebiet in eins der fruchtbarsten Lander zu verwandeln.
Man wiirde iibrigens undankbar sein, wenn man Emins Anstrengungen, den Zustand der Provinz in jeder Beziehung zu verbessern, nicht anerkennen woli te. Er liess sich verschiedene Pflanzen und Samereien von allen Teilen der Welt schicken und versuchte verschiedene Arten von Gemiisen und Fruchtbaumen mit gutem Erfolg zu acclimatisieren. Namentlich gediehen die Gemiise wunderbar; von den Fruchtbaumen wollen wir spater sprechen. Die wertvollsten Nutzpflanzen, welche Emin einftihrte, sind Baumwolle und Reis, die dank der eifrigen Unterstiitzung 6*