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82 peditionen wurden gewóhnlich in folgender Weise ausgefuhrt. Wenn in einem Bezirk der Provinz Mangel an Schlaclitvieh eingetreten war, versammelte man ioo oder ijoSoldaten aus den Besatzungen verschiedener Stationen. Die Sklaven (Feruch) der Beamten und Offiziere des Bezirkes vereinigten sich samt einem Teil der Bevólkerung mit den Soldaten. Die Expedition bestand so aus 3, 4—500 Personen und setzte sich gegen das betreffende Land in Marsch. In der Nahe des ersten Dorfes wurde bis zum Tagesanbruch bivouakiert und dann eine Anzahl Schiisse in die Luft abgegeben. Die ungliicklichen Eingeborenen erwachten voller Schrecken und nur auf ihre eigene Rettung bedacht, ergriffen sie die Flucht und iiberliessen den Pliinderern ihr ganzes Hab und Gut. Diese drangen in die Dórfer, raubten alles Vieh und begaben sich auf den Riickweg. Wenn die Beraubten sich von ihrem ersten Schrecken erholen und ihrerseits die Expedition verfolgen konnten, kam es zu blutigen Kampfen, bei denen die Pliinderer bisweilen schwere Verluste erlitten. Namentlich war bei den Dinka diese Art von Expeditionen sehr gefahrlich, denn der Dinka kann sich nicht leicht von seinem Vieh trennen. Wenn man ihm seine Weiber und Kinder raubt, so regt er sich daruber weniger auf, ais wenn man ihm einen Ochsen oder eine Kuh nimmt. Einmal im Jahre 1883 pliinderte in der Bahr el ghasal-Provinz eine von einem Chutari namens Raffai gefuhrte 480 Mann starkę Expedition dieser Art die Landschaft Wando im Gebiet der Niamajem. Die ganze Bevólkerung erhob sich und machte sich unter der Anftihrung ihres Fiirsten Wando an die Verfolgung der Pliinderer. Die Expedition wurde vollstandig niedergemetzelt, ohne dass ein einziger entrinnen konnte. Dieses Verfahren der Razzias war iibrigens zu jeder Zeit von den Negerstammen gegen einander in Anwendung gebracht worden.
Die Umstande haben die Aeąuatorialregierung gezwungen, in dieser Beziehung dem Beispiele der Wilden zu folgen. Es ist also ungłiicklicherweise nicht zu leugnen, was man auch hieriiber