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führung dieſer Politik in ungeahnter Weiſe, und an rückſichts— loſer Ausnutzung jeder Gelegenheit hat es die engliſche Diplomatie nicht fehlen laſſen. Die einzige Macht, von der ernſter Widerſtand zu befürchten war, Frankreich, wurde ſchon im folgenden Jahre durch den Krieg mit Deutſchland vorläufig matt geſetzt und er— reichte unter der Republik überhaupt nie mehr die Machtfülle des Kaiſerreiches. Schon 1875 bot ſich eine Gelegenheit, einen Fuß nach Agypten zu ſetzen. Die Finanzlage des reichen Landes war dem Bankrott nahegekommen, einesteils durch die Verſchwendung des Khedive Iſmail Paſcha, mehr aber noch durch ſeine Ausbeu— tung ſeitens ſchamloſer franzöſiſcher Schmarotzer und der ihn aus— wuchernden Pariſer Bankiers. Voll Mißtrauen gegen Frank— reich hatte er ſich um Hilfe nach England gewendet: um Bargeld zu bekommen, verkaufte er feine Suezkanalaktien, 176 602 Stück A 20 Pfund Sterling, für 4 Millionen Pfund Sterling — heute ſind ſie mindeſtens 32 Millionen Pfund Sterling wert — und erbat ſich ſodann zur Ordnung der Finanzen einen erfahrenen Fachmann. Man ſchickte ihm den Briſtoler Bankdirektor Cave. Wohl auf deſſen Suggeſtion zeigte ſich die engliſche Regierung bereit, die Schulden und das — Protektorat von Agypten zu übernehmen. Nur Lord Derby, der Miniſter des Außeren, war ſchließlich gegen den Plan, angeblich gegen das Protektorat, in Wahrheit wohl aber bloß gegen die Übernahme der Schulden, denn er hoffte Agypten billiger zu bekommen. Und darin hatte er ſich nicht getäuſcht. Denn inzwiſchen war die orientaliſche Frage wieder akut geworden, und ſie hatte für England ſeit dem Krim— 7