Sudan Archive

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geſetzt ſei“. Dieſe Erklärung war erlaffen im Namen des Khedive. Nun war aber dieſer (wie Kitchener) ſchon ſeit Monaten im Aus⸗ lande und wäre als Vaſall der Pforte zu einem ſolchen politiſchen Akt überhaupt nicht berechtigt geweſen. Tatſächlich iſt die Erklä— rung von dem ägyptiſchen Miniſterium unter dem Druck des engliſchen Generals Byng erlaſſen worden, der bald darauf die Okku⸗ pationstruppen nach Frankreich führte, vor der Abfahrt noch in geheimnisvoller Weiſe von bereits erfochtenen Siegen fabelte.

Sein Nachfolger wurde der ſchon in den Ruheſtand getretene General Maxwell, der nun als oberſte Behörde im Lande eine Art Militärdiktatur repräſentierte. Unmittelbar nach jener Kriege: erklärung wurden alle deutſchen (18 mitzuſammen 86000 Tonnen) und öſterreichiſchen Schiffe in den Häfen von Alexandrien und Port Said nach zum Teil gewaltſamer Löſchung ihrer Ladung interniert, im September dann die diplomatiſchen und konſu— lariſchen Vertreter trotz ihres Proteſtes gezwungen, das Land zu verlaſſen. Ihnen mußten alle zum Teil ſchon ſeit Jahrzehnten an— geſeſſenen Männer und ſelbſt Frauen folgen, ſoweit die erſteren nicht bereits feſtgenommen und nach Malta geſchickt worden waren. Höhniſch konnte die anglofranzöſiſche Preſſe melden, Agyp⸗ ten ſei nun frei von den Deutſchen, die das Land fo lange „ver— peſtet“ hatten.

Nachdem im Oktober die Türkei zur Verteidigung ihrer Exi— ſtenz (S. 8) ſich genötigt geſehen hatte, in den Krieg einzutreten, wurde auch ihr von England am 6. November der Krieg erklärt, zur Beruhigung der Agypter aber mit der Verſicherung, daß Eng-54

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