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konnten, behielt dieſe fich das Recht vor, an dieſe Beſchlüſſe nicht gebunden zu ſein, machte aber dafür das Zugeſtändnis, daß die Verſammlung das Recht des veto für neue Steuerforderungen haben ſollte.
Dieſe Konzeſſion, wenn ſie auch nicht ſehr bedeutend war, iſt von den Anhängern der alten Cromerſchen Politik ſchwerlich ge— billigt worden. Noch 1909 hatte ſich Milner (a. a. O. 308) ſchon gegen jede Erweiterung der alten repräſentativen Inſtitutionen ſcharf ausgeſprochen.
Die wirtſchaftliche Lage des Landes blieb nach wie vor ungün— ſtig. Die Goldquelle von Agypten war bisher die Baumwollen— kultur geweſen. Der Raubbau aber, der im Lande mit ihr, da mit allen Mitteln forciert, getrieben wurde, begann ſich zu rächen: wenn auch die Quantität der produzierten Mengen geſteigert wurde, fo verſchlechterte ſich die Qualität von Jahr zu Jahr. Dieſer Nückgang und die wachſende Konkurrenz auf dem Weltmarkte eröffneten der ägyptiſchen Volkswirtſchaft trübe Ausſichten für die Zukunft. Während des ganzen Jahres 1913 war die wirtſchaftliche Lage des Landes recht ungünſtig geweſen. 1914 kam zwar eine leichte Beſſerung, aber bevor noch die große Baumwollenernte verkauft war, brach der Krieg aus. Nachdem am 4. Auguſt Englands Kriegserklärung an Deutſchland erfolgt war, erſchien zwei Tage darauf im ägyptiſchen Staatsanzeiger (Journal officiel) eine amtliche Mitteilung, daß „die ägyptiſche Regierung ſich mit Deutſchland im Kriegszuſtande betrachte, da das von britiſchen Truppen beſetzte Agypten den Angriffen der Feinde Englands aus-53