Sudan Archive

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land alle Laſten desſelben auf ſich nehmen wolle, ohne die Teilnahme der Agypter daran zu verlangen. Dieſes Verſprechen wurde inſo— fern nicht gehalten, als England bis Ende des Jahres nicht weniger als viereinhalb Millionen ägypt. Pfund bares Geld aus dem Lande zog. Der Staatshaushalt ſchloß zum erſten Mal ſeit langen Jahren mit einem erheblichen Fehlbetrag von 1700000 ägypt. Pfund ab (bei 15100000 Einnahme und 16800000 Ausgabe, der durch Steuererhöhung ausgeglichen werden ſollte. Und auf die Mitwirkung der ägyptiſchen Truppen in einem Kriege gegen die tür— kiſchen zu verzichten, war nach den Erfahrungen in der Taba-Si—⸗ nai⸗Affäre ein Gebot einfachſter Vorſicht; zudem war der einzig brauchbare Teil derſelben, die Negerbataillone, im Sudan unab— kömmlich. Auf die engliſche Kriegserklärung antwortete die Pforte ſchon am 14. November mit der Verkündigung des Djihad. Zwar hatten die Engländer Agypten gegen die Türkei hermetiſch abzu⸗ ſperren ſich bemüht, doch war es ihnen unmöglich, das Eindringen ſolcher Nachrichten zu verhindern. Darüber, daß die Djihaderklä— rung keine unmittelbare Wirkung weder in Agypten noch im Sudan haben würde, hat man ſich türkiſcherſeits ſchwerlich Flluſionen hin: gegeben. Wenige Tage ſpäter, am 20. (2 November, mußte die Suezkanal⸗Geſellſchaft, wahrſcheinlich unter engliſchem Druck, er: klären,, daß ſie die Neutralität des Kanals nicht mehr wahren könne und genötigt ſei, ſich mit ſeinen Verteidigern zu verbünden und dieſen feine geſamten Hilfsmittel zur Verfügung zu ſtellen“. Eng— land hatte die Neutralität des Kanals in dem anglofranzöſiſchen Abkommen vom 8. April 1904 ausdrücklich anerkannt.

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