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über Kitchener und feine merkwürdige Laufbahn dürften wohl am Platz fein. Der ehemalige Mobilgardiſt (oder Franktireur?) von 1870 hatte es in der engliſchen Armee bis zum Leutnant gebracht, als er ſie 1882 verlaſſen mußte. Im Jahre darauf wurde er in der neugebildeten ägyptiſchen Armee als Major angeſtellt und war 1890 ſchon Oberſt, 1891 Polizeipräſident von Kairo, im April 1892 Generalmajor und Oberſtkommandierender der ägyptiſchen Armee. Seine ganze Tätigkeit galt fortan der Vorbereitung des Krieges zur Wiedereroberung des Sudan, die er 1896 bis 1899 vollbrachte. Nicht unerwähnt möge bleiben, daß er während ſeiner ägyptiſchen Zeit ſtark antifranzöſiſche Geſinnung zeigte. Im De— zember 1899 verließ er Agypten, um nach Südafrika zu gehen, wo er den Burenkrieg zu einem gewiſſen Abſchluß brachte. Darauf zum Oberbefehlshaber in Oſtindien ernannt, reorganiſierte er das etwas veraltete Heer, wobei er den Vizekönig, den klugen Lord Curzon, zur Strecke brachte. Im Oktober 1911 trat er ſeine neue Stellung in Agypten an.
Bei der Übernahme von Gorſts Nachfolge hatte er ſich der Londoner Regierung gegenüber ſchwerlich auf ein beſtimmtes Pro— gramm verpflichtet, ſondern ſich anſcheinend carte blanche geben laſſen. Als Grey am 18. Juli im Unterhauſe erklärte, die ägyp— tiſche Politik würde Gegenſtand der Erörterung zwiſchen der Re gierung und Kitchener ſein, wird die Sache vielmehr ſo gelegen haben, daß ſie ſich die Anſicht des Unentbehrlichen zu der ihrigen machen mußte, und am 16. Auguſt erklärte der Unterſtaatsſekretär betreffs der koptiſchen Frage, daß man keine Inſtruktionen darü— 50