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offen gegen fie Partei ergriff, fo wandten fie ſich um Hilfe nach England, an Regierung, Parlament und Preſſe. Das veranlaßte die Mohammedaner, ſich ihrerſeits zu einer Gegenliga zuſammen— zuſchließen, an deren Spitze der alte Miniſterpräſident Riaz Paſcha trat. So war die Bevölkerung des Landes in zwei Parteien ge— ſpalten; die Stimmung erhitzte ſich auf beiden Seiten immer mehr, ſo daß es ſchon zu Zuſammenſtößen kam (K. Mikhail, Copts and Moslems 95 ff.). Die Londoner Regierung verhielt ſich aber auch jetzt noch teilnahmlos; jedenfalls ließ ſie eine äußerlich be— merkbare Anderung in ihrer Politik nicht eintreten; am 16. Mai noch erklärte Grey im Parlament, daß er die Haltung Gorſts vollkommen billige. Aber nicht bloß den Kopten, auch den Europäern war ſie unverſtändlich. Es wurde darum vermutet, daß man das Land abſichtlich in Anarchie treiben laſſen wolle, wie 1882, um dann einen wirklichen Vorwand zur Annexion zu bekommen. Auf alle Fälle endete Gorſts Regierung mit einem vollſtändigen Fiasko.

Als er Agypten im April 1911 todkrank verließ, war es tatſächlich der Anarchie nahe.

Wer oder was jetzt der Londoner Regierung die Augen über die Gefahr der Lage geöffnet hat, iſt nicht bekannt. Tatſächlich aber hatte fie nun (Sommer 1911) erkannt, daß ein Mann mit ſtarker Hand not tat, der das Land kennen mußte und dort Vertrauen beſaß. Und ſolchen gab es nur einen, Lord Kitchener, als Beſieger des Mahdi und der Buren damals wohl der populärſte Mann in England. Er wurde am 15. Juli ernannt, kurze Zeit nach dem Tode des unglücklichen Gorſt. Einige kurze biographiſche Notizen 4 Moritz, Agypten 49

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