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den Tiefſtand der engliſchen Rechtsbegriffe, die ebenſo wie die eng⸗ liſchen Anſichten über politiſche Moral von den deutſchen weltver⸗ ſchieden find. Sein Haß gegen den Sultan hinderte aber Cromer nicht, im Bedarfsfalle den Sudan als Eigentum des Sultans zu reklamieren. Als vierzehn Jahre ſpäter, am 19. September 1898, Kitchener in Faſchoda mit dem Franzoſen Marchand zuſammen⸗ ſtieß, wurde die Übergabe des Ortes an die Engländer verlangt „im Namen des Sultans, da das Land ſtets zur Türkei gehört habe“. So berichtet ein franzöſiſcher Augenzeuge, der Arzt der Marchandſchen Expedition (Tour du Monde 1912, 383). Und zufrieden mit Kitchener, dem er ſonſt gelegentlich Lektionen erteilte (Dicey, 189), ſagt Cromer (II, 115): he very wisely hoisted the Egyptian (d. h. türkiſche) flag only, während er in Khartum, wo die Täuſchung nicht nötig war, beide, d. h. eine große engliſche und eine kleine türkiſche, gehißt hatte. Als man den Sudan aber feſt in der Hand zu haben glaubte, war vom Sultan keine Rede mehr.
Allerdings hatte die Beſtimmung der ſtaatsrechtlichen Stellung des neuen Sudan Cromer einiges Kopfzerbrechen verurſacht. Er hatte ſich der Erkenntnis nicht verſchließen können Modern Egypt II,113), daß der Sudan als osmaniſches Territorium zu betrachten und demgemäß in Übereinſtimmung mit den Beſtimmungen der kaiſerlichen Firmane von des Sultans Vaſallen, dem Khedive, zu regieren ſei; aber die Pflicht ihn vor dem „baneful regime of in⸗ „The English gentleman if you like is half barbarian too“ fagt Kitcheners Geſchichtsſchreiber Steevens (With Kitchener to Khartoum, S. 167).
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