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marck noch am Ruder war, hatte er vor Deutſchland Reſpekt ge:
habt. Von dieſem ſagt er: wenn der Herr über ſo viele Legionen
mal eine Frage ſtellte, fo war es ſelbſtverſtändlich, daß er eine zu-
friedenſtellende Antwort erwartete Modern Egypt J, 132), wor—
aus implicite zu folgern iſt, daß er nach Bismarcks Zeit eine
ſolche Antwort zu geben nicht mehr nötig fand.
Für Italien hatte er die übliche engliſche Verachtung. Über
die italieniſchen Koloniſationsbeſtrebungen ſpricht er ſich in wenig
ſchmeichelhaften Ausdrücken aus (II, 55 bis 58); einmal ſagt er,
Italien ſolle ſich lieber um ſeine toskaniſchen und neapolitaniſchen Bauern bekümmern. Dieſe engliſche Mißachtung der Italiener da⸗
tiert aus dem Krimkrieg, wo England der damaligen piemonteſiſchen
Regierung das Anſinnen geſtellt hatte, ihm einen Teil des Heeres
zu vermieten. Der Vorſchlag war zunächſt ſeiner Form wegen
mit Entrüſtung abgelehnt, aber bald angenommen worden, als er
in weniger verletzenden Ausdrücken wiederholt wurde. 15000
Italiener wurden damals für ein Darlehen von 1 Million engl. Pfund und freie Überfahrt nach Sebaſtopol vermietet. Cromers
Urteil über die Italiener iſt, wie bemerkt, im allgemeinen weg—
werfend; doch ſagt er gelegentlich auch das Gegenteil, z. B. in
ſeinem Jahresbericht für 1906 erklärt er die Anweſenheit der
Italiener in Agypten für ſehr nützlich.
Gegen die Türkei teilte Tromer den Haß des offiziellen Eng—
lands, ſeitdem ſie dort definitiv in Ungnade gefallen war. Und
doch hatte er in jüngeren Jahren einmal (1879) Finanzminiſter
in Konſtantinopel (Cromer I, 59 Anm.) und fpäter Botſchafter
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