Sudan Archive

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heiten geſagt hatte, erſchöpfte er ſich fortan in Liebenswürdig⸗

keiten. Um jede Erinnerung an ihre tiefe Demütigung in Fa-

ſchoda auszulöſchen, wurde ſogar der odiöſe Name offiziell ab-

geſchafft (Cromer II, 43 Anm.); der Unglücksort mußte amt⸗

lich fortan Kodok heißen. Zu dieſem jähen Stellungswechſel tut

man gut, die lange Liſte von Vorwürfen zu vergleichen, die Cro—

mers Mundſtück Milner noch 1907 gegen die Franzoſen los—

laſſen durfte England in Egypt, 340 ff.) und die in dem Urteil

gipfeln: If French policy towards Egypt was bad before the

occupation, since the occupation it has been simply dete- stable (p. 342).

In den neunziger Jahren konnte man wohl hören, daß Lord

Cromer „ deutſchfreundlich“ geweſen ſei. Die Ereigniffe der letzten

zwölf Monate haben gezeigt, wie übelangebracht es geweſen iſt an

„Deutſchfreundlichkeit“ im Auslande zu glauben. Jedenfalls iſt

bei Lord Cromer von ſo etwas nichts zu verſpüren geweſen. In

ſeinem zweibändigen Werke bemüht er ſich auch mit peinlicher

Sorgfalt die Dienſte zu verſchweigen, die die deutſche Politik ihm

in Agypten geleiſtet hat. Dicey und Milner ſind da ehrlicher und

geben der Wahrheit die Ehre. Selbſtverſtändlich erſt recht ſchweigt

er von der Kulturarbeit der deutſchen Kolonie, die von allen euro:

päiſchen die wenigſten Abenteurer, wohl aber die meiſten gebildeten

Elemente enthielt, deren Dienſte er gelegentlich wohl zu ſchätzen

wußte. Wir waren eben für ihn und feine Landsleute die damned Germans und als ſolche ſeit dem verhängnisvollen Jahre 1904

ſozuſagen rechtlos. Nur in feiner erſten Zeit, ſolange Fürſt Bis—

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