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Millionen Mark in zehnjähriger Arbeit erreicht wurde, war, daß die Zahl der Alphabeten beim männlichen Geſchlecht von 8 Proz.

auf 8 ½ Proz., beim weiblichen von 2 Proz. auf 3 Proz. ſtieg, alfo eine Verminderung der Analphabeten von bzw. 1 Proz. War die Behandlung des Schulweſens alles andere, nur kein Ruhmestitel für die engliſche Reformarbeit in Agypten, ſo hatten Cromers Anſtrengungen auf anderen Gebieten beſſeren Erfolg. Von ſeiner Tätigkeit auf dem Finanzgebiet iſt oben ſchon die Rede geweſen. Da der Reichtum Agyptens auf ſeinem Ackerbau und dieſer auf dem Bewäſſerungsſyſtem beruht, ſo hatten ſich Cromers Anſtrengungen ihm beizeiten zugewendet. Für dieſes Gebiet wußte er ſich die Mitarbeit von Männern zu ſichern, die ihre Schule in Indien gemacht hatten und zum Teil Autoritäten erſten Ranges waren. Sie brachten das Bewäſſerungsweſen auf eine Höhe, die es früher wahrſcheinlich nie gehabt hatte, und die nun ein Hauptgrund für das rapide Steigen des nationalen Wohlſtandes wurde. Dieſe Tätigkeit der Engländer wurde von der Bevölkerung auch am meiſten, vielleicht allein anerkannt und hat ihnen gewiſſe Sympathien verſchafft. Leider aber ſchien in die— ſem Miniſterium (der öffentlichen Arbeiten) der alte Krebsſchaden des Bakſchiſchweſens unausrottbar zu ſein. Das Unweſen war ſo ſchamlos, daß Cromer ſelbſt es zugeben mußte Modern Egypt II, 424, 425). Er redet dort zwar nur von Unterbeamten, aber engliſche Unterbeamte gab es doch nicht, und bei einem Prozeß eines engliſchen Inſpektors von dieſem Miniſterium gegen die einhei— miſche Zeitung Muaijad kamen Dinge ans Tageslicht, die in eng: 26

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