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höheren, planmäßig herunter, der früher unter franzöſiſcher Leitung immerhin einige Erfolge gehabt hatte. Da das engliſche Lehrer— material meiſt kläglich war, fo war auch das Reſultat des Unter: richts entſprechend. Hatten die Schüler früher von europäiſchen Sprachen wenigſtens noch leidlich Franzöſiſch gelernt, das allen Orientalen mundgerecht zu ſein ſcheint, ſo lernten ſie trotz maſſen— haften Imports engliſcher Lehrer das Engliſche doch nicht, das dem Agypter nun einmal nicht zu liegen ſcheint. Überhaupt ging die ganze Dreſſur in den ſogenannten höheren Schulen einzig und allein darauf hinaus, brauchbare Subalternbeamte heranzubilden.

Engliſche Kleidermoden und Fußball war das einzige, was die Schüler lernten und trieben, und dazu noch — allerdings ſehr gegen den Willen des Miniſteriums — Politik. Nämlich die total ver⸗ kehrte Behandlung des Unterrichtsweſens war der Hauptgrund, daß die ſeit Mitte der neunziger Jahre immer ſtärker einſetzende nationaliſtiſche Propaganda gerade auf den Schulen am meiſten Anhang fand. Als Cromer ſpäter (1906) noch die ungeheuerliche Unvorſichtigkeit beging, Saad Saghlul, einen Führer der Natio— naliſten und ehemaligen Spießgeſellen von Arabi, zum Unterrichts: miniſter zu machen, wurde auch die Diſziplin in den Schulen total zerrüttet, die der einzig ernſtliche Erfolg geweſen war, den die Angli— ſierungspolitik bis dahin erreicht hatte. Freilich als nun die Natio—⸗ naliften die „politifche und kulturelle Erziehung“ des Volkes ſelbſt in die Hand nahmen, bewieſen fie fofort ihre völlige Unfähigkeit zu poſitivem Schaffen. Sie begannen — echt ägyptiſch — das Haus beim Dache, indem ſie gleich eine Univerſität gründeten, zu der alle 24

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