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Pfund von England — und vorwiegend ägyptiſchem Militär erobert worden war, ſo zwang Cromer die ägyptiſche Regierung zu einem Vertrage, durch den zwar ein Kondominium feſtgeſetzt wurde, in dem aber England „the predominant member“ war (Cromer II, 116). Praktiſch wurde der Sudan eine englifche Kolonie, die mit ägyptiſchem Gelde von einem engliſchen General— gouverneur mit autokratiſcher Machtvollkommenheit verwaltet wurde. Mit dem feſten Beſitz des Sudan fingen die Engländer an, ſich auch in Agypten ſicherer zu fühlen, und nun ſetzte eine Per riode ein, in der die Angliſierung der Verwaltung mit Hochdruck verſucht wurde;. Zu dieſem Zweck wurde das Land mit einer Unmenge von jungen engliſchen Beamten überſchwemmt, häufig Leute mit bedenklich geringer Bildung, aber deſto größeren Anſprü— chen. Da die meiſten von ihnen keine andere Sprache als Engliſch konnten, ſollten nun die eingeborenen Beamten gezwungen werden, Engliſch zu lernen. Zwar wurde auch von den Engländern die Kenntnis des Arabiſchen verlangt, doch waren die Prüfungen, in denen fie dieſelbe nachweiſen follten, mehr eine Farce. Am meiſten be: rufen zur Angliſierungs arbeit war das Unterrichtsminiſterium. Hier hatte Cromer einen Mann an die Spitze geſtellt, zunächſt als Ge⸗ neralſekretär, ſeit 1906 als adviser, der bis 1891 Lehrer an einer kleinen ſchottiſchen Miſſionsſchule in Alexandrien geweſen war, alſo noch nicht mit der Bildung eines deutſchen Volksſchullehrers aus: gerüſtet. Dieſer brachte das Niveau des Unterrichts, beſonders des 1 Cromer ſagt freilich im Jahresbericht für 1900, S. 51: The English ... have no desire to Anglicize the country.
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