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wiſſen Bauernſchlauheit begabt, ganz unwiſſend, frech und feige

(Blunt, 385). Vor der Schlacht, deren Datum ſchon ein Monat

vorher feſtgeſetzt war (Cromer J, 323, Anm. 2), hatte man eng-

liſcherſeits noch die Vorſicht gebraucht, die einigermaßen fähigen

Unterbefehlshaber Arabis durch Beſtechung — nach Blunt, 424, Anm. 1 mit falſchen Goldmünzen — zum überlaufen zu

veranlaſſen. Erſt dann erfolgte die Farce der Schlacht oder rich—

tiger nächtlichen Überfalls, währenddeſſen Arabi weit hinter der

Front erſt betete und dann die Flucht ergriff“. Unter den wehrloſen

Haufen der flüchtenden Agypter richtete die engliſche Kavallerie

ganz unnötigerweiſe ein furchtbares Gemetzel an und beſetzte dann

nach einem ſtarken Marſch — der einzigen militäriſchen Leiſtung

des „Feldzuges“ — Kairo, am 14. September 1882.

So hatte die alte bibliſche Weisſagung ſich erfüllt, „die Toch—

ter Agypten war in die Hand des Volkes des Nordens gegeben“

(Jerem. 46, 24), wie der bibelfefte Lord Cromer mit Befriedigung

feſtſtellt (I, 147). England hatte nunmehr auch mit dem zweiten Fuß in Agypten Platz genommen in dem feſten Entſchluß: j’y

suis, j‘y reste“. Alle ſpäteren Verſprechungen und Verhand—

lungen über Räumung des Landes waren bewußte Täuſchungen.

Zunãchſt aber erhob ſich die Frage, was mit dem Lande nunmehr

anzufangen ſei. Es zu einem Protektorat, einer Kolonie oder der—

gleichen eigentlich zu erklären, durfte man doch nicht gut wagen an-

1 Die Begräbniskoſten für die vierundfünfzig gefallenen Engländer wurden Agypten aufgebürdet (Milner, England in Egypt, 4. Aufl. 260.

2 Blunt, Secret history 366: They intend occupying Egypt and probably annexing it, on the principle j’y suis, j’y reste.

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