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Mallet (ſpäter Botſchafter in Berlin) befaß die englifche Regie— rung den rechten Mann, der es verſtand, die Entwicklung der Dinge zu dieſem Ziele zu treiben. Er ſorgte dafür, daß die Zuſtände in Agypten nicht mehr zur Ruhe kamen, ſo daß der deutſche und der öſterreichiſche Vertreter amtlich erklären mußten, das einzige Mittel, die Beruhigung des Landes herbeizuführen, ſei der Abgang von Mallet (Bemmelen, L’Egypte et Europe II, 316). Er ging dann auch ſchließlich, aber erſt, als eine engliſche Flotte vor Alerandrien erſchienen war. Zu ihrer Überwachung war zwar eine fran— zöſiſche mitgekommen. In dem Moment aber, wo der engliſche Admiral nach den künſtlich hervorgerufenen Unruhen in der Stadt zu der längſt geplanten Beſchießung ſchritt, taten die Franzoſen den Engländern den Gefallen, rechtzeitig von der Bühne zu ver— ſchwinden. Ob das nur eine von den vielen Torheiten der franzö— ſiſchen Politik in Agypten geweſen iſt, oder ob ſchon damals andere Argumente in Wirkſamkeit getreten ſind, wie z. B. beim Abſchluß der Entente vom April 1904, wird vielleicht noch einmal zutage kommen.
Jedenfalls war die Beſchießung von Alexandrien ebenſo wie ihre Begründung ſeitens des Admirals Seymoureineflagrante Rechtsverletzung, in den Augen der engliſchen Diplomatie (Gladſtone) aber „ein Akt der Selbſtverteidigung“ (Cromer, Modern Egypt !, 298). Seymour begründete ſein Ultimatum damit, daß er den Agyptern das Recht beſtritt, angeſichts ſeiner drohenden Flotte die Befeſtigungen inſtand zu ſetzen, und da er befürchtete, daß ſein Ulti— matum angenommen werden würde, begann er die Beſchießung 11