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KAPITEL XI.
Die Zeit der Verwickelungen von 1887—1894.
Die treibende Kraft dieser so klugen, wie entschlossenen, italienischen Expansionspolitik war der General Saletta, welcher den bisherigen, weniger umsichtigen, Gouverneur, den General Gene, abgelöst hatte. So bildete denn jener Landstrich, bewohnt von dem Stamme der Habab, die erste feste Basis für die militärischen Operationen der Italiener gegen Abessynien.
Diese beginnen zu Ende des Jahres 1887, indem ein Korps von 20,000 Mann unter General San Marzano, in der Lichtung auf Saati vorrückt. Der Negus Johannes aber, von Süden kommend, steigt mit 150,000 Mann von den Bergen seiner Provinz Tigre herab, und lagert bei Sabarguma, 15 Kilometer westlich von Saati. Seine erlassene Proklamation spricht die Absicht aus, die Italiener in das Meer zurückzuwerfen.
Bei der so ungleichen Stärke der Heeresabteilungen war die Lage der Italiener eine überaus kritische.
Indessen der erfahrene General San Marzano, stammend aus der piemontesischen Schule, begriff, daß es hier besser sei, statt in einem offenen Kampfe, bei so ungleichen Machtverhältnissen, alles auf s Spiel zu setzen, lieber den Feind zu zwingen, entweder an den starken Befestigungen zu zerschellen, welche die Italiener mit bewunderungswürdiger Schnelligkeit aufgeführt hatten, oder sich selbst in einer aufgedrungenen Untätigkeit zu verzehren.
Dieser Plan bewährte sich! — Denn Krankheit und Hunger zögerten nicht, die Reihen des Feindes zu lichten. Dazu kamen beunruhigende Nachrichten über bewaffnete Vorstöße,