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Major Christoforis, das Fort Moncullo in westlicher Richtung auf Saati zu.
Drei Stunden später, in dem Dorfe Dogali angelangt, wurde dieselbe von den Abessyniern unter Führung von Ras Aloula angegriffen und fast völlig aufgerieben, bei einem Verluste von 23 Offizieren und 407 Mann. Der Rest war mit Wunden bedeckt.
Die Wirkung dieser Niederlage war, daß der kommandierende General Gene sämtliche Forts des Festlandes räumte ; im Mutterlande aber wurde ein verstärkter Vorstoß gegen Abessynien, unter Bewilligung eines Kredites von 5 Millionen Lire, beschlossen. Es war ein Fehler von Ras Aloula gewesen, daß er seinen Sieg nicht ausnutzte, einen Angriff gegen den auf die beiden Inseln zurückgedrängten Feind unterließ, und sich wieder auf das Hochplateau von Asmara zurückzog. Inzwischen war der General San Marzano in Massäua gelandet. Er hatte Italien unter allgemeinem Enthusiasmus und an der Spitze eines Heeres von 20 000 Mann verlassen. Seine Instruktion ging dahin, Ras Aloula zu strafen, und, wenn nötig, auch dessen Souverän, den König Johannes.
Nach Eintreffen dieser Verstärkungen aus dem Mutterlande schritten die Italiener dazu, ihre Befestigungen auf dem Festlande wieder herzustellen, ja zu vermehren. Außer den bereits bestehenden drei älteren Forts wurden noch drei neuere angelegt, nämlich Viktor Emanuel, König Humbert und Königin Marguerita, und diese durch Schienenwege untereinander verbunden.
Zu diesen militärischen Stützpunkten suchten die Italiener moralische zu gewinnen, nämlich inmitten der mohammedanischen Bevölkerung des Festlandes, welche, als solche, gegen die christlichen Abessynier in einem religiösem, wie politischem Gegensätze stand. Der an Kopfzahl reiche Nomadenstamm der Habab, welcher den Landstrich zwischen der Küste des Roten Meeres und dem im Westen fließenden Barcastrome innehat, wurde gewonnen, und sein Schech, Hamed Abd-el-bäi, empfing in feierlicher Investitur, am 18. Oktober 1887, zu Massäua die Würde eines unter Italiens Souveränität stehenden Fürsten. Gegen eine monatliche Pension von 500 Maria Theresia-Talern verpflichtete sich der Schech zu jeglicher Art von Unterstützung, als Lieferung von Nahrungsmitteln, Wegeführung, Kundschaft und Waffenhilfe an Italien, im Falle eines Krieges gegen Abessynien. Außerdem ließ derselbe zum Unterpfande seiner Treue seinen ältesten Sohn, und Thronerben, zu Massäua, in den Händen der Italiener zurück.