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lautend, daß die genannte Insel niemals in die Hände einer europäischen Macht übergehen sollte.
England, von solchen Verhandlungen unterrichtet, war es nun selbst, welches Italien veranlaßte, den raschen Schritt zu tun, und Massäua militärisch zu besetzen.
Dieser Rat stand offenbar im Widerspruch mit den bisherigen Anschauungen des englischen Kabinetts. Aber solcher, veränderten Politik lag doch ein bestimmter Gedanke zu Grunde: Italien sollte von Massäua aus, als einer wohlgelegenen militärischen Operationsbasis, einen Vorstoß gegen Kassala unternehmen, um dadurch die englischen Operationen im Sudan gegen die mächtig anschwellende Mahdia zu unterstützen.
Diese Unterstützung war ihnen damals gerade hoch nötig. Denn die englischen Waffen hatten sich keineswegs im Sudan mit Ruhm bedeckt.
Ihre Truppen hatten, in unbegreiflichem Zaudern, fünf Monate gebraucht, vom September 1884 bis zum 28. Januar 1885, um die Strecke von Assuan bis Chartüm zurückzulegen. Und darüber war Chartüm in die Hände des Mahdi, Mohammed -Ahmed, gefallen, und der heldenmütige Gordon durch die Derwische getötet, am 26. Januar 1885.
Unter der Verknüpfung dieser Umstände geschah es, daß am 6. Februar 1885, der italienische Admiral Caimi auf Massäua landete, und folgendes der Bevölkerung bekannt machte „Mein Gouvernement, in voller Freundschaft mit England, der Türkei und Ägypten, hat mir den Befehl erteilt, diese Stadt zu besetzen.“ Die italienische Flagge wurde nun neben der ägyptischen aufgehißt, und Caimi wohnte neben Izzet-Bey, dem damaligen ägyptischen Gouverneur, als mitgebietende Macht, in Massäua. Doch dieses etwas gekünstelte, paritätische Regiment konnte keinen langen Bestand haben, und endete denn auch bereits nach neun Monaten. Am 22. November 1885 forderte der italienische Kommandant den Gouverneur Izzet-Bey kurzerhand auf, die Forts ihm zu übergeben und mit seinen Truppen aus Massäua sich zurückzuziehen, was dieser, als der Schwächere, unter einem nichtssagenden Proteste, auch tat. Seit diesem Tage sind die Italiener alleinige Herren in Massäua geblieben. Nunmehr gehörte ihnen von der späteren Kolonie Erythräa indessen noch nichts weiter, als die Insel Massäua und die beiden Meeresbuchten von Arkico und von Assab, diese beiden durch einen Weg von 300 Kilometer voneinander geschieden, dazu ein kaum nennenswertes Hinterland.
Indessen von diesen drei Punkten aus formte sich nun nach und nach der weitere Landerwerb, und zwar in einer Art, welche, begreiflicherweise ohne schwere Verletzung bereits von Dritten erworbener Rechte, nicht geschehen konnte.
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