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und zerkleinerten Blätter des Gischo Strauches geben eine Mischung, welche man drei Tage gären läßt. Dann wird der Trank geklärt und durchgesiebt, um das zur Oberfläche aufsteigende Wachs zu entfernen. Nun ist derselbe fertig. Ich kostete davon hier und dort. — Der Geschmack ist süß-säuerlich und nicht übel, die Mischung aber sehr alkoholreich. Es sollen drei Becher genügen, einen Mann zu berauschen. Etwa fünf Stunden entfernt von Cheren, in westlicher Dichtung, am Flusse Anseba, hat man Felder weißen Quarzes entdeckt, welcher mit Goldadern durchsprengt ist. Eine Gesellschaft von Italienern und Engländern hat sich gebildet, welche die Ausbeutung der Minen betreiben will; doch haben die Arbeiten noch nicht begonnen. Man baut auf diese Anlagen große Hoffnungen, deren Bestätigung indessen noch im Schoße der Zukunft liegt. Meine so angenehme Wohnung, Schlaf-, Eß-, Arbeitszimmer, groß und luftig, sowie die anregende Gesellschaft, veranlaßten mich, noch einige Tage hier zu bleiben, zumal meine Tagebücher der Vervollständigung bedurften. Die kleinen Mahlzeiten lieferte mir mein Koch, das Diner nahm ich regelmäßig, abends 7 Uhr, im Kreise der Offiziere ein, unter denen sich einige auf die Prüfung zur Kriegsakademie, welche in Turin abgelegt wird, vorbereiten. Die Unterhaltung mit diesen Herren war für mich ein Vergnügen, und zugleich reich an Belehrung.
Die Luft, besonders hier oben auf der Zitadelle, ist ausnehmend gesund und von erfrischenden Winden bewegt. Der fruchtbare Boden rings um die Stadt wird, wenn erst eine ernste Kulturarbeit ihn erfaßt hat, sicher die aufgewandte Mühe belohnen.