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dorthin gesandt Instrukteure, Gelehrte, Kapitalisten. Einem Franzosen entsprang die Idee und die Durchführung des so wichtigen Kanales von Suez.

England hatte diese Aspirationen Frankreichs stets mit eifersüchtigen Augen verfolgt und zu durchkreuzen verstanden. Die Einmischung in den Aufstand Arabi-pächas hatte der britischen Regierung jetzt eine dominierende Stellung in Kairo gesichert, und an der Seite der ägyptischen Flagge erschien nun der Union Jack, um, zunächst im Namen Ägyptens, die Rückgabe Fashodas von den Franzosen zu fordern.

Es ist nachweisbar, daß Frankreich die Absicht gehabt hatte, den Mahdi, in jener kritischen Zeit, als ein Zusammenstoß zwischen ihm und dem englischen Befreiungs-Korps vor Chartüm nahe bevorstand, durch die Lieferung von Geld und von Waffen zu unterstützen.

Im Herbste des Jahres 1884 erschien nämlich im Lager des Mahdi ein, der arabischen Sprache nur wenig mächtiger, Franzose, welcher um eine Audienz bei dem Propheten nachsuchte.

Nilaufwärts gehend, und in Wädi-Halfa mit knapper Not den Engländern entschlüpfend, hatte er von Dongola aus, im Kleide eines Derwisches, in abenteuerlicher und gefahrvoller Reise, endlich El-Obeid erreicht, und war von hier aus dem, in 3 Säulen gegen Chartüm anrückenden, Heere des Mahdi gefolgt.

Sein Erscheinen hatte weithin große Aufmerksamkeit erregt, und selbst Gordon in der engumschlossenen Stadt Chartüm hörte von ihm durch seine Spione, und vermutete in dieser geheimnisvollen Persönlichkeit niemanden Geringeres, als Rochefort, oder Renan.

1 ) Das war er nun freilich nicht, sondern ein Herr Olivier Pain, welcher, vor den Mahdi geführt, Folgendes als seinen Auftrag angab „Mein Volk, welches den Engländern feind ist, bietet Dir seine Unterstützung durch Geld, wie durch Waffenlieferung an.“ Darauf gab der Mahdi, Mohammed-Ahmed, nach 24stündiger Bedenkzeit, folgende überaus vornehme Antwort: „Wir bauen allein auf Gott und seinen Propheten, nicht auf menschliche Hilfe, zumal, wenn diese Menschen, gleich deinem Volke, zu den Ungläubigen zählen. Wir werden unsere Feinde besiegen durch Gott, meine Ansar (Glaubensstreiter) 2 ) und durch die von dem Propheten mir geschickten Engelscharen.“ 3 ) Damit war der Gesandte abgefertigt, erhielt aber die Erlaubnis, dem b pag. 191, Vol. I, The Journals. Leipzig 1885.

2 ) Ursprünglich nannten sich die Soldaten des Mahdi „fügara“ (plur. von fagkir) d. h. „Die Armen in Gott“. Später, als die militärischen Erfolge größer wurden, nannten sie sich „ansar-ed-din“ d. h. „Streiter der Religion“.

3 ) pag. 291/292, Slatin: „Feuer und Schwert“. Leipzig 1896.

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