Sudan Archive

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klappernd, auf dem schlammigen, aus rotem Laterit bestehendem, Erdboden, unter ihren durchweichten Wollendecken. Sehnlich wurde der Morgen und die wärmende Sonne erwartet.

Slatin-pächa, jetzt mit dem Range eines Obersten, war dem Sirdar zugeteilt. Obwohl Kitchener fertig das Arabische sprach, so beherrschte er doch nicht die verschiedenen im Sudan üblichen Dialekte. Das tat Slatin, auf Grund seines 11 jährigen Aufenthaltes mitten unter den Derwischen zu Omdurmän. Dort kannte er jeden Winkel und alle Befehlshaber vom Mahdi herab, sowie der gemeinen Derwische Bewaffnung und Gefechtsweise. Sein Verhör der Spione und Überläufer, die mit jedem Tage sich mehrten; die Sichtung der eingegangenen Nachrichten ; die Beurteilung der daraus resultierenden Sachlage : seine schließlich sich daran knüpfenden Ratschläge für die Vorbereitung einer Schlacht: alles das mußte in diesen ernsten Tagen der Rüstung auf die Entscheidung dem Sirdar vom höchsten Nutzen sein. Der 6te Katarakt war von den verbündeten Truppen passiert, man erreichte das Dorf Kerreri. Die Führer bestiegen einen nahe gelegenen Hügel, den etwa 100 Meter hohen Djebel Sürgham. Durch das Glas beobachtet, lag die Derwisch-Hauptstadt Omdurmän in ihrer ganzen Breite, ein gewaltiges Häusermeer, vor ihnen. Doch, vom Feinde selbst war nichts zu sehen.

Was tat Abdullahi? — Im Hauptquartiere desselben war man geteilter Ansicht, auf welche Weise dem Feinde zu begegnen sei? Abdullahi beabsichtigte, auf eine Belagerung es ankommen zu lassen, und dann in den Straßen der Stadt selbst den Kampf anzunehmen. Allerdings, hier, in den gewundenen, dem Feinde unbekannten Gassen, wo es doch schließlich auf ein Ringen Mann gegen Mann, Brust gegen Brust hinauslief, wären die Derwische wohl die Überlegeneren gewesen. Mindestens hätte der Sieg, hier ergriffen, den Engländern enorme Opfer gekostet! — Allein Abdullahi wurde überstimmt! — Die Theologen waren es, welche ihn bei seiner Rechtgläubigkeit anfaßten. Sie stellten dieses Sichzurückziehen hinter die Mauern der Stadt als einen Mangel an Gottvertrauen dar; das Hinausrücken in das offene Feld aber als einen Ausdruck von Glaubenszuversicht. So angefaßt, konnte der Nachfolger des Propheten, welcher sich zu dem gesicherten Schutze des Allerhöchsten zu bekennen hatte, nicht ausweichen. Am Abende des 1. September 1898 rückten die Derwische aus, dem Feinde entgegen, um es in einer offenen Feldschlacht mit ihm aufzunehmen. Es war das Übelste, was Abdullahi tun konnte ! — Freilich, auch das Sichverschanzen in der Hauptstadt hätte die schließ-liche Niederlage von ihm nicht abgewendet. Zu mächtig war die feindliche 212

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