Sudan Archive

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Wassers für Menschen und Maschinen besondere Schwierigkeiten bereitete. Der letztere Punkt war am 4. November 1897 erreicht worden. Dann nahm man in Angriff die Strecke zwischen Abü-Hammed und Berber, hier um vieles leichter, weil sie dem Ufer des Nils folgend, die Anlage besonderer Wasserstationen nicht mehr erheischte. Es wurde jetzt möglich, mit dem Schienenstrange täglich um eine englische Meile vorzurücken. Nachdem so die Kommunikationsmittel im Rücken gesichert waren, schoben sich die englischen Truppen vor in einer doppelten Linie, zu Lande auf dem gewonnenen Eisenstrange, und zu Wasser auf dem Nile.

Hier folgten den Landtruppen 9 gefechtsfähige Dampfer, 3 Dampfschlepper und 250 große Nil-Barken, auf denen die gesamte Kriegsausrüstung verfrachtet war. Die Summe der Truppen belief sich auf 20000 Mann neben einer sehr starken Artillerie. Durch die Anlage dieser Verkehrsmittel war es den Truppen möglich, von der Operationsbasis, Wädi-Halfa, her, sich fortlaufend mit dem erforderlichen Proviant, sowie mit Schießbedarf, schnell und sicher zu versorgen; dann aber auch, im Falle einer Niederlage, den schleunigen Rückzug sich zu sichern.

Von Berber aus gelang es dem Oberst-Kommandierenden der englisch-ägyptischen Armee, Sir Herbert Kitchener, im April 1898 die am Atbära durch Osman Digna angelegten Defensivstellungen der Derwische, als El-Fasher, Asobri, Qöz-Rejab, zu nehmen; wobei ein Vorstoß der, seitdem Weihnachtstage 1897 englisch gewordenen, Garnison von Kassala, unter Major Benson, ihn wirksam unterstützte. Osman Digna rettete fluchtweise mit knapper Not Freiheit und Leben.

Dieser Sieg ermöglichte es den verbündeten Armeen, nun den Vormarsch auf Omdurmän fortzusetzen, wo Abdullahi alle seine Streitkräfte konzentrierte.

Im April bereits war durch diesen Erfolg die Flanke der nilaufwärts marschierenden Armee gesichert worden ; doch der entscheidende Schlag geschah ja erst im September desselben Jahres. Vier volle Monate lagen dazwischen! — In diesen kampierte das verbündete Heer untätig in dem Gelände zwischen Berber und der Atbära-Einmündung in den Nil. Kitchener selbst begab sich nach Kairo und drang hier auf die Entsendung weiterer Verstärkungen, und zwar durch britische Truppen. Dementsprechend trafen, im Verlaufe des Juli in Berber ein, nach und nach 4 Bataillone, eine mit Haubitzen armierte Feldartillerie und das 21ste Ulanenregiment.

Erst am 16. August langte der Sirdar, aus Kairo kommend, wieder bei den Truppen an, und nun erfolgte deren Aufbruch.

Sir Herbert Kitchener war damals ein Mann in der Vollkraft seiner 46 Jahre. Von diesen hatte er die letzten 17 Jahre ununterbrochen in Ägypten und im Sudan, als Soldat, gedient.

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