Sudan Archive

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KAPITEL XXVI.

Der Vorstoß der Engländer und die Schlacht von Omdurmän.

Am 28. Januar 1885, zwei Tage nach dem Falle von Chartüm, hatte die Vorhut des englischen Hilfs-Korps, unter Führung des General Wilson, die Nordspitze der Insel Tuti dicht vor Chartüm erreicht; war aber, von der Artillerie der Derwische kräftig empfangen, sofort wieder umgekehrt.

Ihr damaliger, eiliger Rückzug sollte nicht ohne Gefahr verlaufen. Das Steuerruder ihrer beiden Dampfer Talataween und Bordeen, waren zweien Arabern anvertraut. Diese, hingenommen von den berauschenden Erfolgen ihrer Glaubensgenossen, verabredeten unter sich den Plan, die beiden Schiffe, durch falsche Steuerung, in Havarie zu setzen. So rennt denn zuerst der Talataween auf einen Felsen und wird leck. Den wertvollsten Teil seiner Ladung bringt man rasch auf den Bordeen.

Dieser, in seinem Tiefgang dadurch beschwert, fährt sich auf einer Sandbank fest.

Wilson, dem die Feinde auf dem Fuße folgen, kommt dadurch in eine äußerst kritische Lage. Seine an Kopfzahl kleinere Mannschaft darf die Landung nicht wagen. In seiner Not entsendet Wilson ein Bot nilabwärts nach El-Metämmeh, wo der dritte Gordon-Dampfer, die Saphia, ankerte, um diese zur Hilfe zu rufen. Sie kommt. Aber unter dem Feuer der Mahdisten, und mit einem Schuß durch den Kessel, forziert sie nur mit höchster Not ihre Fahrt, erreicht den Bordeen, und rettet Wilson aus seiner mehr als kritischen Lage. Die Engländer zogen sich darauf über Dongola bis zum 2ten Katarakte zurück.

In der Folgezeit war es ihnen gelungen, am 3. August 1889, zwischen 207

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