Sudan Archive

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Mohammed-Ahmed. Daher hatte er auch niemals darau gedacht, auf einen seiner Söhne seine Gewalt zu vererben. Er übertrug sie auf einen Nachfolger, der in keinerlei Blutsgemeinschaft mit ihm stand, von dem er aber annahm, daß der Geist auf ihm ruhe.

Anders Abdullahi! — Er trachtete, unter Beseitigung der übrigen Chalifen, welche zur Nachfolge berechtigt waren, die Herrschaft in seiner Familie erblich zu machen..

Sein Plan war die Umwandelung der Theokratie in ein Sultanat. — Mächte werden aber nur erhalten durch dieselben Ideen, welche sie schufen. Indem Abdullahi diese Umwandelung betrieb, unterband er die ernährende Quelle nicht bloß seiner eigenen Kraft, sondern auch für den Bestand des Reiches.

Für einen gottgesandten Propheten, durch den der Allerhöchste befahl und handelte, da lohnte es sich zu kämpfen und zu sterben, nicht aber für einen Tyrannen, der selbstsüchtig nur den Vorteil seines Hauses suchte. So war das Mahdi-Reich bereits innerlich zersetzt und wurzellos geworden, ehe die Engländer in Omdurmän einrückten. Und auch nur so erklärt es sich, daß diese Derwisch- Heere, vor denen alles früher auseinandergestoben war, sich nicht mehr zu einem nennenswerten Widerstande zu sammeln vermochten, nachdem der erste Stoß hei Kerreri sie getroffen hatte; daß das Reich, hinter dem eine 16jährige Geschichte von Erfolgen und von Siegen stand, in einer einzigen Nacht zusammenbrach, ohne den Versuch zu machen, sich an dieser Stelle wieder zu erheben.

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