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getan, und war der Befehlshaber ihm sehr treu ergebener Neger-Regimenter.

Dieser General hatte sich nun unvorsichtiger Weise dahin geäußert, daß die oberste Gewalt doch eigentlich seinem Herrn zukomme, da er ein Blutsverwandter des verstorbenen Mahdi sei. Dieses Wort kam Abdullahi zu Ohren, und machte ihn aufmerksam auf eine tatsächlich sich bildende Verschwörung, welcher, auszureifen er die Zeit nahm, indem er mit einem Schlage sie in der Wurzel kappte. Er forderte den beiden Chalifen ah die bisherigen Zeichen ihrer Selbständigkeit; nämlich die Kriegstrommeln und die ihnen zugehörenden Banner. Ebenso mußte alle überflüssige Munition von ihnen ausgeliefert werden. Als die Schwächeren fügten sie sich zur Zeit, und fortan wehten die rote und die grüne Fahne, zur Seite der schwarzen, ausschließlich auf dem Hause Abdullahis. Auch die übrigen Verwandten des Mahdi suchte Abdullahi, nach und nach, durch Enthebung von allen wichtigen Stellen, ihres bisherigen Einflusses zu entkleiden! Ja, sämtliche Dongolaner, von deren Stamme der verblichene Mahdi gewesen war, verloren nach und nach ihre Kommandos im Heere. ') Von jener Zeit an verfolgte Abdullahis Regierungsweise die Tendenz, die erworbene Herrschaft im Sinne eines unbeschränkten Absolutismus zu befestigen. „Ein Regent braucht keine Teilnehmer an der Regierung!“ hatte er einmal zu Slatin geäußert. 2 ) In dieser Absicht geschah es auch, daß er fortan den Gouverneuren der einzelnen Provinzen Sekretäre, den Kommandanten der detachierten Besatzungen Adjutanten zur Seite stellte, entnommen dem Kreise seiner eigenen Blutsverwandten, welche den geheimen Befehl hatten, zu beobachten und zu berichten. Daß .eine absolute Macht keinen Bestand habe ohne die Rückendeckung, außer geschliffener Speere, vor allem auch eines geordneten Finanzwesens, das war dem klugen Manne gewiß. Die öffentlichen Gelder waren schon unter seinem Vorgänger stets niedergelegt worden in dem Schatzhause (böt-el-mäl). Aber die Verwaltung dieser Gelder war bisher eine mehr patriarchalische gewesen, ohne Buchung und ohne Belege. Abdullahi verlangte zunächst beides, und zwar in strengster kaufmännischer Form. Er stellte an die Spitze des Finanzwesens einen ihm sehr ergebenen Araber, einen früheren Kaufmann aus Kordofän, Ibrahim-min-ülaed-Adlän, den er zum „Amm-bet-el-mäl“, das heißt zum Chef (wörtlich: „treuen Hüter“) der Staatseinnahmen ernannte. Ihn verpflichtete er, die Verwaltung so zu führen, daß jederzeit, bis auf das Kleinste, die Rechnung gelegt werden könne.

*) pag. 435, Slatin.

2 ) Pa£- 357, Slatin.

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