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Tuchstreifen besetzt, und einen weißen Turban, an den Füßen gelblederne Schuhe. Wenn er geht, liebt er es, in der Linken ein Schwert zu tragen, während die Hechte sich auf einen Stab stützt. Seine Ernährung ist einfach. Datteln und Kamelsmilch bilden seine Lieblingspeisen.
Selbst von unermüdlicher Arbeitskraft, sind die Anforderungen, welche er an seine Umgebung stellt, strenge; ein scharf betontes Wort von seinen Lippen genügt, um Männer erzittern zu machen. Seine nächsten Berater sind die Kadis. Eine große Anzahl von Sekretären bringt seine Befehle zu Papier 1 ) und 60-—-80 Kamel -Post -Reiter stehen fertig, um diese seine Ordres bis in die entlegensten Provinzen des Sudan zu tragen, zu seinen Feldherren und Gouverneuren.
Er selbst aber hat während seiner 13jährigen Regierungszeit Omdurmän niemals verlassen. Seine täglichen Ausritte bewegten sich ausschließlich innerhalb des Weichbildes der Stadt.
Zunächst hatte seine Regierung militärische Erfolge aufzuzeigen. Die ägyptischen Kommandanten der beiden Festungen Sennaar und Kassala, für welche Gordon den englischen Entsatz so nachdrücklich verlangte, hatten bis über Gordons Tod hinaus sich zu behaupten gewußt, ein Beweis ihrer Tüchtigkeit; mußten aber jetzt, von den Engländern im Stiche gelassen, ihre Tore den Mahdisten öffnen. Sennaar ergab sich im August, Kassala im September des Jahres 1885. Jenes Fall erschloß das ganze Talbecken des Blauen Nils, dieses den wichtigen Zugang zum Roten Meere, über Sauäkin und Massäua. Osman Digna, ein straffer Charakter und ein militärisches Genie, wurde der Befehlshaber über die gesamten Araberstämme und Niederlassungen zwischen Kassala und Sauäkin.
Trotz dieser äußeren Erfolge, welche die Stellung Abdullahis als Regent stärken mußten, drohte doch die Flamme der Zwietracht auf dem eigenen Herde auszubrechen. Es war vorauszusehen, daß der Anspruch auf Teilung der Gewalt im Kreise der zunächst Berechtigten sich regen würde , so bald der erste erschütternde Eindruck des so unerwartet schnellen Dahinscheidens des Mahdi durch der Zeiten Lauf abgeschwächt war, und das um so mehr, je straffer der gegenwärtige Regent die Machtmittel in seiner Hand zusammenfaßte. Die beiden übergangenen Chalifen Aly und Mohammed, von denen der letztere ein Blutsverwandter des abgeschiedenen Mahdi war, besannen sich auf ihre Ansprüche. Herrschaft ist nun einmal ein zu verlockendes Gut, um so leichthin von irgendjemandem preisgegeben zu werden, und ganz besonders von denen, welchen der Schein des Rechtes zur Seite steht. Ein General des Chalifen Mohammed-Scharif, des Führers der roten Fahne, hatte bei der Erstürmung von Sennaar sich außerordentlich hervorv ) Da er selbst des Schreibens unkundig ist.
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